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Die Tödliche Doris - Kino

 
Verlag Martin Schmitz. Berlin, 2003. 24,50 Euro
"Die Gesamtheit allen Lebens und alles Darüberhinausgehende" dauert bei Die Tödliche Doris gerade mal zwei Sekunden. Sieben lange Jahre, von 1980 bis 1987, machte sich die Berliner Gruppe mit dem abschreckenden Namen nicht nur musikalisch bemerkbar. Als neodadaistische Triole fanden Wolfgang Müller, Nikolaus Utermöhlen und Käthe Kruse auch in allen anderen Bereichen der Kunst (Video, Film, Plastik, Literatur, Performance) Fußstapfen, in die sie hinein passten. Als geniale Dilettanten (W. Müller) nahmen sie vieles von dem vorweg, was eine nachfolgende Künstlergeneration in freier Würdigung und vielleicht auch Unkenntnis des Doris-Werkes laut durchsetzte.
Nun also Kino. Bewegte Bilder von Doris gibt es seit kurzem schwarz auf weiß in Buchform. Im Martin Schmitz Verlag erschien Band 4 in der Wiederaufbereitungsgeschichte der Gruppe. Zu jedem Doris-Film gibt es die üblichen technischen Hinweise, aber auch begleitende, erklärend-verwirrende Texte von Wolfgang Müller.
Was im März 2003 im Kino Arsenal in Berlin begann, findet sein (vorläufiges?) Ende im Januar 2004 in München. Das komplette, in drei Teile zerlegte Programm zeigte alles, was auf Zelluloidstreifen unter dem Doris-Etikett gedreht wurde: "Das Leben des Sid Vicious" ebenso wie "Tapete" und "Open-Air Helgoland 83".

4. Dezember 2003, 20 Uhr, Lupe 2, Köln, Mauritiussteinweg 102,
16. – 18. Januar 2004, Werkstatt Kino, München, Fraunhoferstr. 9,
© 01. Dezember 2003  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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