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WOLFGANG BÜSCHER - Hartland

 
(Rowohlt Berlin, 306 Seiten, 19,95 Euro)
In der kanadischen Provinz Saskatchewan schnürte Wolfgang Büscher, „DIE ZEIT“- und Buchautor, sein Bündel und die Schuhe und wanderte streng südlich ausgerichtet bis zum Golf von Mexiko. Am Ziel, im mexikanischen Matamoros, lagen dreitausendfünfhundert Kilometer Wanderweg hinter ihm. Überwiegend zu Fuß sah er sich mit einem Amerika konfrontiert, daß längst seine von Abenteuern geprägte Aufbruchstimmung hinter sich gelassen hat. Je mehr Büscher allerdings in die Landschaften hinein kam, durch die Great Plains und am Missouri entlang wanderte, nahm die Geschichte der USA von ihm nahezu körperlichen Besitz. Er traf auf die Ureinwohner, auf die Indianer, die ihm von der großen Schlacht am Wounded Knee erzählten, in Waco/Texas traf er den heutigen Sektenchef der Davidianer, die 1993 vom FBI wochenlang belagert wurden und wo 82 Mitglieder zu Tode kamen. Büscher hat ein spannend geschriebenes Reiseabenteuer vorgelegt, das durchaus mit den Erzählungen der Großen Trecks mithalten kann. Die Geschichten aus der Gegenwart schauen immer mit einem Blick auf das Vergangene: aus dieser Kombination erhält das Buch seinen besonderen Reiz.
© 01. August 2011  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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