interviews
kunst
artexpo
cartoon
konserven
liesmich.txt
filmriss
dvd
vorlesungs-
verzeichnis

cruiser
agenda
live reviews
stripshow
lottofoon
kontakt
FINDUS - Found what you love and let it kill you.

Findus gehören zu den Bands, von denen man zufällig einen Song hört und sich dann gleich auf die Suche nach mehr begibt: Die Texte, der sehr harmonische und doch treibende, schnelle Sound und immer wieder die Texte. Das Alles vorgetragen mit dieser leicht atemlosen Stimme macht ihre Musik zum perfekten Soundtrack für beinahe Alles, und das ohne im Geringsten gefällig zu sein. Die Kunst des Geschichten Erzählens beherrschen nur die Wenigsten und Findus beherrschen sie aufs Vortrefflichste.

Stefan, stellt Euch mal kurz vor…Seit wann gibt es Euch und wie habt Ihr Euch gefunden? Und die vermutlich unbeliebteste Frage überhaupt: Wie seid Ihr auf diesen Namen gekommen?

“Gefunden haben wir uns im Jahr 2004. Wir haben zunächst in kleinerer Runde angefangen, lose Musik zu machen. Das war in der äußersten Provinz im Norden. Wenn du da ähnliche Interessen hast, findest du dich entweder sehr schnell oder bekommst einander nie zu Gesicht, weil du doch nicht an den gängigen ´Hot-Spots´ der Dorfjugend oder Kleinstadtgangs unterwegs bist.

Den Namen haben wir uns irgendwann zu Beginn mal selbst gegeben, weil er in unseren Ohren schlicht gut klang. Seitdem haben wir nicht die Notwendigkeit gesehen, uns umzubenennen. Mittlerweile ist es auch zumindest für mich so, dass ´Findus´ einfach diese Band ist, die genügend Eigenheiten in sich vereint, um auf Fremdbezüge zu einem süßen Kater, Tiefkühlnahrung oder einer Buchhandelskette zu verzichten...obwohl das Zusammenlegen dieser drei Bezüge gerade auch ganz spannend klingt.”

Ihr habt oft sehr tiefgründige und anspruchsvolle Texte – stand für Euch von vorn herein fest, dass Ihr nur auf Deutsch singen wollt?

“Das war in meinen Augen nie eine konkrete Entscheidung, sondern eher eine Notwendigkeit. Um seinen eigenen Ausdruck zu finden, lag es einfach nahe, die Sprache zu nutzen, die wir am besten beherrschen. Ob das nun immer so bleiben muss, weiß ich gar nicht, denn natürlich wird irgendwann auch die benutzte Sprache immer mehr zu einer künstlerischen Frage, anstatt nur pragmatische Tatsache zu sein.”

Wer hat Euch musikalisch am meisten beeinflusst? Was inspiriert Euch?

“Auch wenn es jetzt sehr selbstgenügsam klingen mag, ist es so, dass wir uns wohl selbst untereinander am meisten beeinflusst haben. Vor allem dadurch, dass wir zum Teil schon sehr lange zusammen Musik machen und auch der Einfluss beim Liederschreiben nie auf das eigene oder ursprüngliche Instrument beschränkt bleibt. Stattdessen steht alles allen zur Bearbeitung offen. So inzestuös wie es jetzt klingen mag, ist es allerdings auch wieder nicht. Jeder von uns bringt von außen sehr unterschiedliche Einflüsse mit und findet seine Inspiration, wenn man das so nennen will, wahrscheinlich auch wo anders. Sei es in anderer Musik, Bildern oder Geschichten. Bei mir ist es aber tatsächlich eher das gemeinsame Arbeiten an der eigenen Musik.”

Timo, nun zu Dir : Was war bislang Euer tollster oder miesester Moment auf der Bühne?

“Es ist schwer, hier genaue Beispiele raus zu fischen. Toll sind auf jeden Fall die Momente, wenn man das Abschlusskonzert einer Tour spielt und alle Leute, die Teil davon waren (die anderen Bands, die Crew, usw.) mit auf die Bühne kommen und alle zusammen mit dem Publikum feiern. Im Grunde ist es aber jeder einzelne Moment. Sei es morgens beim Frühstück, die etlichen Stunden im Bus auf der Autobahn, sogar das Auf- und Abbauen. Wir verstehen uns halt unheimlich gut und genießen, dass wir das machen können, was wir gerade machen.”

“Miese Momente waren zum Beispiel ein Open Air, dass von Nazis gestört wurde oder ganz im kleinen gedacht, wenn das Equipment kaputt geht und man darin gebremst wird, das Konzert wie gewohnt weiter zu spielen.”

Was steht für Euch die nächsten Monate noch an?

“Wir sind vom 10.04. - 02.05. auf Album Release Tour und werden so ziemlich in jeder Ecke dieses Landes halt machen. Nach der Tour beginnt der Festival Sommer, der ebenfalls sehr voll gepackt sein wird. Die Open Air Saison geht bis Mitte/Ende September. Dann verschnaufen wir ein paar Tage und im Herbst/Winter geht es schon wieder auf eine Club-Tour, ähnlich wie die nun anstehende. Unter dem Strich gesagt also: Konzerte, Konzerte, Konzerte! Kommt alle vorbei – wir freuen uns mächtig auf euch!!!”

Aktuelles Album: Vis A Vis (Delikatess / Broken Silence)
© 01. April 2014  WESTZEIT ||| Text: Micky Repkow
April 2014

Links

suche