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ECKART SACKMANN (HG.) - Deutsche Comicforschung 2005


Comicplus+ Verlag Sackmann & Hörndl, Euro 40,- Es ist ein mutiges Unterfangen ausgerechnet heutzutage eine wissenschaftlich motivierte Reihe über "Comics in/aus Deutschland" zu starten. Wenn der Herausgeber dabei nicht gleichzeitig auch sein eigener Verleger wäre, wäre dieses ambitionierte Werk deshalb wohl leider nie erschienen.

Nach landläufiger Meinung gab es mit Wilhelm Busch einen der wichtigsten Vorläufer des modernen Comics aus deutschen Landen. Danach kam ein tiefes schwarzes (bzw. braunes) Loch und erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden die ersten "echten" deutschsprachigen Comics. Das ist - kurz gesagt - falsch, wie bereits im ersten Jahrbuch zur Comicforschung höchst anschaulich und fundiert belegt wird. Zumeist arbeiteten die frühen Comicpioniere wie Emmerich Huber, Carl Storch und Kollegen aber in der Werbung, um von ihrer Arbeit leben zu können.

Eine wirklich sensationelle Entdeckung ist der gezeichnete "Bildroman" über einen New Yorker Supermenschen namens ""Famany - Der fliegende Mensch", der bereits 1937 ausgerechnet in der biederen "Gartenlaube" erschien - das amerikanische "Superheldengenre" wurde erst ein Jahr später mit dem Erscheinen der ersten "Superman"-Geschichte begründet!
(Nicht nur) Damit hat schon der erste Band der Reihe, die zukünftig jährlich erscheinen soll, eindrucksvoll seine Qualitäten und Stärken unter Beweis gestellt.

Fazit: Wer sich etwas intensiver - und vielleicht sogar wissenschaftlich - mit deutschsprachigen Comics beschäftigen möchte, ist mit diesem Buch ausgezeichnet versorgt.

Weitere Infos: www.comicplus.de

© 03. September 2005  WESTZEIT ||| Text: Lapsus
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