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SIT DOWN AND SING 5 - 11.11. Gleis 22 Münster

 
12.11. Gebäude 9 Köln
Bereits zum fünften Mal ließ Tapete Records ein Songwriter-Package durchs Land touren und das Publikum auf Bänken und Stühlen Platz nehmen. Den Auftakt machte der Amerikaner Paul Hiraga alias Downpilot allein am Klavier. Beim Tourstart in Münster fühlte er sich noch nicht ganz wohl in seiner Haut, tags darauf in Köln dagegen unterstrich er, dass er ein ungewöhnlich guter Sänger und ausgezeichneter Songwriter ist, breitete sein Leben in Songform vor uns aus und konnte außerdem mit dem John-Cale-Cover „Buffalo Ballet“ punkten. Loney, Dear hatten im Anschluss Mühe, ihr größtes Plus – den Sound ihrer Alben – zu zweit auf der Bühne zu reproduzieren. Zwar trafen Emil Svanängen und sein Sidekick ohne Zweifel den Nerv des studentisch-jugendlichen Publikums, doch mit ihrem skandinavischen Indiepop, bei dem viel Lalala wichtiger ist als textlicher Tiefgang, blieben die zwei den Beweis schuldig, dass Loney, Dear die Substanz haben, mehr als nur ein Zeitgeist-Phänomen zu sein. Ganz anders dagegen Josh Rouse, der – manchmal fast im Stile eines Jonathan Richman – nicht mehr brauchte als eine Akustikgitarre und sagenhafte Gelassenheit, um sein Publikum restlos zu begeistern. Egal, ob er Lieder vom Leben in seiner spanischen Wahlheimat („Quiet Town“) oder von seltsamen Begegnungen in Kalifornien („Hollywood Bass Player“) sang oder in Köln direkt zu Beginn nach Songwünschen fragte und – nachdem er in Seelenruhe die neuen Saiten seiner Gitarre gestimmt hatte – gleich auf Zuruf mit der Großtat „Winter In The Hamptons“ loslegte: Hier stimmte einfach alles!
© 01. Dezember 2008  WESTZEIT ||| Text: Text & Foto: Carsten Wohlfeld
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