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EA80 - 22.09. Druckluft Oberhausen

Mit ihrer ausgezeichneten neuen Platte „Reise“ mag die Gladbacher Düster-Punk-Institution teilweise neue Wege gehen, bei ihren selten gewordenen Konzerten ist dagegen alles beim Alten: Auch nach fast 30 Jahren sind EA80 trotz ihrer programmatischen Verweigerungshaltung in jeder Beziehung ungeschlagen, ihr Auftritt in Oberhausen war gleichermaßen inspiriert wie inspirierend. Die unglaubliche Lässigkeit, mit der Frontmann Junge – stilecht mit Bikini-Kill-Sticker auf der (Zweit-)Gitarre – ein paar Hundert qualmenden Punks im brechend vollen Druckluft kurzerhand für die Dauer des Konzerts Rauchverbot erteilte, zur Hälfte der Show unvermittelt „Sieben Minuten Pause“ ankündigte und kurz vor Schluss prophylaktisch die Zugabe („Jetzt kommen noch zwei Songs, danach kommt nichts“) verweigerte, ist nur schwer zu übertreffen. Und erst die Songs! Zwar nichts von „Vorsicht Schreie“, dafür aber das bedrohliche Epos „All das“ direkt zu Beginn und gleich vier mitreißende Kracher vom Meisterwerk „Licht“. Die wahren Highlights – und das überraschte so manchen – waren allerdings die musikalisch etwas weniger düsteren, lockereren neuen Songs, allen voran das sensationelle „Zum Ausgangspunkt“. Wie schrieb Joachim Hiller im Ox-Fanzine unlängst so treffend? „Der Tag, an dem ich EA80 nicht mehr hören will, ist der Tag, an dem Punk für mich vorbei ist.“ Nicht nur für ihn!


Weitere Infos: www.ea80.de
© 01. November 2007  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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