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PARIS, PARIS – MONSIER PIGOIL AUF DEM WEG ZUM GLÜCK - Constantin

 
Da hat sich der deutsche Verleih einen mehr als merkwürdigen Titel einfallen lassen, um das französische „Faubourg 36“ zu ersetzen: Der Weg von Bühnenarbeiter Pigoil führt nämlich keineswegs zum Glück in diesem Film – im Gegenteil! Die Ehefrau verlässt Pigoil wegen eines Sängers, das Varieté „Chansonia“, in dem Pigoil arbeitet, wird kurz darauf geschlossen. Schließlich wird dem glücklosen Vater auch noch das Sorgerecht für den geliebten Sohn Jojo entzogen, als dieser auf eigene Faust mit dem Akkordeon in Cafés auftritt, um Geld zu verdienen. Es ist 1935, die Arbeitslosigkeit grassiert in den Pariser Arbeitervierteln und die Auseinandersetzungen zwischen sozialistischen und faschistischen Parteigängern kochen hoch. Doch inmitten dieses Hexenkessels versuchen die ehemaligen Mitarbeiter des Chansonia auf eigene Faust eine Revue auf die Beine zu stellen. Pigoil, der auf eine neue Arbeitsstelle angewiesen ist, um Jojo zurück zu bekommen, schließt sich der Truppe an und wird als erfahrenster Mitarbeiter Direktor des Ganzen. Tatsächlich wird die Show, hauptsächlich der bezaubernden Sängerin Douce wegen, ein Erfolg, doch auch dieser Hoffnungsschimmer währt für Pigoil nicht lange.
Eine turbulente Mischung aus Sozialdrama, Musical und Künstlerkomödie hat Regisseur Barratier mit einem großartigen Schauspielensemble auf die Beine gestellt. Das ist farbenprächtig anzusehen, hinkt aber manchmal einer einheitlichen Richtung ebenso unentschlossen hinterher wie der waidwunde Pigoil seinem Glück.
FR 2008; Regie: Christophe Barratier
Darsteller: Gerard Jugnot, Clovis Cornillac, Kad Merad, u.a.
Kinostart: 27.11.08

Weitere Infos: www.paris.film.de
© 01. November 2008  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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