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DIE TÜR - Senator

 
Mit seinen „Felidae“-Romanen ist Akif Pirincci bekannt geworden. Das Produktionsteam von „Kebab Connection“ hat sich nun seinen Roman „Die Damalstür“ vorgenommen und daraus mit deutsch-dänischer Starbesetzung einen erstaunlich international wirkenden Film gezaubert. Das liegt zur einen Hälfte an Mads Mikkelsen (dem „Le Chiffre“ des ersten Craig-Bonds), der als seltsam hemdsärmeliges Phantom zu schauspielern scheint. Andererseits liegt es an der selbstvergessen in Machbarkeitsstudien abtauchenden Romanvorlage von Pirincci, das diesmal keine bekannten deutschen Filmklischees aufgetaut und serviert werden.
Der Maler David (Mikkelsen) lebt mit Frau und Tochter in einem ruhigen Villenvorort. Die Beziehung zu seiner Frau Maja (wirkt hier plötzlich sehr erwachsen: Jessica Schwarz) ist abgekühlt, der erfolgsverwöhnte Künstler lebt seinen Erfolg in immer neuen Seitensprüngen aus. Als er mit der Nachbarin im Bett liegt, statt auf Tochter Leonie aufzupassen, ertrinkt diese im Gartenpool. An dieser Schuld zerbricht erst die Ehe, dann David selbst. Als er seinem Leben ein Ende setzen möchte, entdeckt er eine Tür, die ihn in der Zeit exakt an den Tag des Unglücks zurück versetzt. Nun kann er den Unfall seiner Tochter verhindern, wird aber dann von seinem damaligen Ich für einen Einbrecher gehalten und erschlägt sich in Notwehr selbst. Wohin jedoch mit der Leiche? Und wie erklärt man seiner Tochter, dass man viel älter aussieht und doch derselbe ist? Und warum verhalten sich die Nachbarn plötzlich alle so seltsam?
Eine überaus gelungene und auf mehreren Ebenen überraschende Produktion. Mehr davon!
D 2009, Regie: Anno Saul
Darsteller: Mads Mikkelsen, Jessica Schwarz, Heike Makatsch, u.a.
Kinostart: 26.11.2009
© 02. November 2009  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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