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AARON AITES & AUDREY EWELL - Until The Light Takes Us

(Rapid Eye Movies/Alive)
Die norwegische Black-Metal-Szene zu portraitieren bzw. dokumentieren, ist schwer angesagt. Der Fotograf Peter Beste wurde mit seinem Bildband zum „True Norwegian Black Metal“ in den einschlägigen Kunstgalerien herumgereicht. Nun also eine Dokumentation zum Thema „how could it all happen?“ (Zitat Fenriz, Darkthrone). Die beiden amerikanischen Regisseure Aaron Aites und Audrey Ewell wollen sich den Ursprüngen und Gründungsmythen der ersten Welle des erfolgreichsten Kulturexportgutes Norwegens widmen. Dazu lassen sie vor allem Fenriz von Darkthrone und Varg Vikernes (zu dieser Zeit noch wegen Mordes inhaftiert) zu Wort kommen. Der Film hinterlässt vor allem eine ratlose Ernüchterung und ist somit ein willkommener Antagonist zu „Lords Of Chaos“. Vor allem Fenriz erscheint angenehm distanziert und scheint als allwissender Beobachter trotzdem mit nichts etwas zu tun zu haben und Vikernes bastelt sich seine eigene Legende des Missverstandenen zusammen. Interessant auch, dass die Norweger einerseits die Kirchenanzünder auf allen Kanälen dämonisierten und verfolgten, andererseits einen Schlagzeuger wie Hellhammer, der in einem Interview seinen Respekt dafür bekundet, dass Kollege Faust von Emperor einen Homosexuellen ermordet hat, aber schon drei Mal mit dem Spellemannsprisen auszeichneten. Hier bestimmt offensichtlich die Nachfrage das Angebot.
© 01. Februar 2011  WESTZEIT ||| Text: Dennis Behle
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