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FLAMEBOY, BARNABY LEGG & JIM MCCARTHY - 2Pac Shakur – Death Rap

 
Staatliche Zensur – betrieben von übereifrigen Konservativen, die Angst vor der Selbständigkeit ihres Volkes haben – zeigt sich oft als das Gegenteil von dem, was erreicht werden sollte. So passierte es auch mit 2Pac Shakurs Album "2Pacalypso Now". Als US-Vize Dan Quayle 1991 es aus dem Handel nehmen ließ, wurde der Rapper zum Superstar. Und auch deshalb 1996 von verfeindeten Rapper-Gangs ermordet. Ein opulenter Bildband illustriert das mythenumrankte, von Musik, Gewalt und Drogen umgebene Leben des nur fünfundzwanzigjahre alt gewordenen Rappers. Der Comic mit seinen blutgetränkten Bildern stellt sich jedoch nicht nur gegen das weiße rassistische US-Establishment, sondern gibt auch den Zwiespalt im Leben von Tupac Amaru Shakur wieder. Seine Mutter war Mitglied in der Black Panther-Bewegung, die in den 60ern massiv gegen Rassismus und Diskriminierung kämpfte. Die Autoren und Zeichner stricken ein Bild von Malcolm X über Rodney King bis Tupac Shakur, das auch den Gangsta-Krieg zwischen US-West- und Ostküste thematisiert. "Death Rap" erzählt eine Story in Comic-Bildern, die präzise auf den Grund gehen und auch die Zerrissenheit der Schwarzen in Amerika zeigen.
Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2006, 96 durchgehend farbige Seiten, 19,90 Euro.
© 01. März 2006  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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