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GERHARD HENSCHEL - Der dreizehnte Beatle

 
Hoffmann und Campe Verlag, 206 Seiten, ISBN 3-455-03172-2, 16,95 Euro
Welch eine Story! Da taucht eine gute Fee auf, die dem fanatischen Beatles-Verehrer nicht nur viel Geld verspricht. Sie ermöglicht eine Zeitreise zurück ins swingende London, damit der Fan die Begegnung zwischen John Lennon und Yoko Ono verhindert. Der junge Mann nimmt das an, gibt sich den Namen Billy Shears aus "Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band". Mit nie leer werdendem Portemonnaie ausgestattet, platzt er in das pulsierende Leben Londons, provoziert einen Autounfall, bei dem Lennon verletzt wird und ins Koma fällt. Aus der Traum, die japanische Künstlerin kennen zu lernen. So weit, so gnädig. In einer überbordenden Story lässt er dann alle Zügel fahren, kontaktiert sich selbst mit den damals angesagten Pop- und Rockstars, und spielt ausgiebig den Propheten. Etwa derart, dass er Robert Wyatt vor dessen verhängnisvollen Fenstersturz 1971 warnt. Im Plot reitet Henschel darauf herum, dass Yoko Ono die Beatles zerstört habe und findet in seiner fiktiven Geschichte nichts dabei, späte, aber handfeste Rache zu üben. Das ist noch recht lustig. Was nervt, sind die ständig in englisch gesprochenen Sätze, die er mit Mick Jagger oder Marianne Faithfull, Eric Burdon oder Paul McCartney wechselt. Henschel/Shears weis es: Beatle No. dreizehn ist: "Wie das elfte Rad am Wagen. Wie der dreizehnte Beatle". Ziemlich überflüssig.
© 01. Februar 2006  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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