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WOLFGANG MÜLLER - Valeska Gert - Ästhetik der Präsenzen

 
Martin Schmitz Verlag, 224+47 S., 18,80 EUR
Valeska Gert (1892-1978) war Tänzerin, Schauspielerin, Aktionskünstlerin (bevor es das überhaupt gab) und letztlich - durch die von Müller parallel editierte, auf 400 Stück limitierte Single "Baby" untersetzt - auch (Anti)Musikerin. Sie beschrieb Musique concrète 20 Jahre vor Schaeffer und Cut-Up lange vor BastardPop, das Konzept für die Winsel-, Spaß- und Spiellaute eines Säuglings, die sie auf o.g. 7" ihrem Körper entlockt, entstand in den 20ern. Diese unglaubliche Frau faszinierte auch die Punks und Genialen Dilletanten (Butzmanns erste Single huldigt ihr, Nina Hagen kopierte fleißig), leider starb sie zu früh: hochbetagt, doch (noch) verkannt. Müller umkreist Gerts Gedankenwelt mit vielen Exkursen in Kulturkritik und Weltdeutung, was dieses Buch (mit Gerts 1931 niedergeschriebener (etwas fahriger) Bestandaufnahme "Mein Weg" im Anhang) zu keiner Biografie, sondern einen essayistischen Genuß macht.

Weitere Infos: www.martin-schmitz-verlag.de/Valeska_Gert/Buch.html
© 01. Juli 2010  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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