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Haldern Open Air 2010 - Das Unvergängliche der Momentaufnahme

 
Als Veranstalter eines Open Air Festivals kann man viele Dinge strukturieren und planen. Die Macher vom Haldern Pop Festival um Stefan Reichmann haben seit Jahren bewiesen, dass sie das Wissen, das Gefühl und die Intuition besitzen, Ihr Festival so zu gestalten und zu organisieren, dass sich die versammelte Popwelt (Künstler, Besucher und sicherlich auch die zahlreichen, teils freiwilligen Helfer) wohl fühlt.
Die rege Nachfrage nach Tickets für das auch in diesem Jahr seit Wochen ausverkaufte Festival (bei ebay wurden einzelne Karten für über 130 Euro ersteigert!) sowie die vielen Foreneinträge auf der Haldern-Website im Anschluss an das Festival sind zwei Indizien hierfür. Einzig das Konzept mit dem Spiegelzelt muss weiterhin als Kritikpunkt vieler Besucher herhalten, bereitet es ihnen doch argen Verdruss, wenn dieses nach stundenlangem Anstehen am Donnerstag (90% der Besucher waren bereits angereist) keinen Platz mehr für sie bot.
Doch dies nur am Rande. Denn zum einen entzerrte sich die Situation ab Freitag durch das Geschehen auf der Hauptbühne und zum anderen ist es ja gerade der intime Rahmen des Spiegelzeltes, welcher die Voraussetzung für das Erleben unvergesslicher wie unvergänglicher Momente liefert! „Beach House“, „Chapel Club“, „Stornoway“, „Fyfe Dangerfield“, „Esben And The Witch“, „Daniel Benjamin“, „Junip“, „Villagers“, „Sleepy Sun“ und „Dan Deacon“ sind in diesem Jahr an diesem Ort besonders hervorzuheben.
Auf der Hauptbühne wussten besonders „Triggerfinger“, „Delphic“, Mumford & Sons“, „Portugal.theMan“, „Fanfarlo“, „Blood Red Shoes“ und „Sophie Hunger“ zu überzeugen.
Ach ja: Was man als Veranstalter keineswegs planen kann, ist das Wetter – und das zeigte sich bei dem kompletten Festival von seiner allerbesten Seite. Nur ein zarter Anflug von zwei Schauern war zu überstehen – ansonsten dominierte bestes Festivalwetter – auch, weil es andererseits auch nicht so brütend heiß war.
So waren überall und zu jeder Zeit glückliche, entspannte, beseelte, erfreute, feiernde, kommunizierende Menschen auf dem Haldern Open Air, das glücklicher- und konsequenterweise „klein“ bleiben will, zu sehen. Auf ein Neues 2011!

Weitere Infos: www.haldern-pop.de
© 01. September 2010  WESTZEIT ||| Text: Marco Pawert
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