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DIE GIRLS VON ST TRINIAN - Concorde

 
1945, gerade aus japanischer Krieggefangenschaft in Südostasien zurückgekehrt, sprudelten aus Ronald Searle die Comicideen zu den gewalttätigen Schulmädchen des Schulpensionats St. Trinian nur so hervor. Erstaunlicherweise trafen die morbiden Phantasien des Zeichners anscheinend den Humorgeschmack des noch traumatisierten Nachkriegsempires, so dass Searle schnell bekannt und St Trinian ein Inbegriff für jede Art von „ungebührlichem“ Verhalten von Jugendlichen wurde.
Schon in den 60er Jahren hatte die Popularität von Searles Zeichnungen dazu geführt, dass man eine Fernsehserie produzierte, die den Machern des aktuellen Kinoupdates nun als Vorlage dient. Eigentlich ist es folgerichtig, dass nach den 60er Jahren, in denen man so herrlich über die verkorkste Jugend jammern konnte, auch die 00er Jahre mit ihrer Problemkinddebatte eine Abhandlung zur Schulanarchie vorgesetzt bekommen. Es wurde also eine aufwendige Recherche an britischen Schulen betrieben, um den aktuellen Modetrends der Jugendlichen auf die Schliche zu kommen und alsdann eine Rotte cooler Hipteens (an der Spitze die bezaubernde Gemma Arterton) in das verstaubte Gruftieinternat unter der Leitung der im besten Sinne hexenhaften Schulleiterin Camilla Fritton (in klamaukiger Doppelrolle: Rupert Everett) zu stecken. Der an vielen Stellen sehr gelungen beschworene Stil der 60er kollidiert so recht vorteilhaft mit der Moderne, was am Ende des Films dazu führt, dass vor der Kulisse der altehrwürdigen National Gallery während einer verstaubten Quizsendungsaufzeichnung (die so von Kulenkampff hätte moderiert werden können, aber von Stephen Fry moderiert wird) die Schulmädchen bei ihrem Ocean’s-Eleven-artigen Schulausflug agieren. Für jeden etwas dabei also.
GB 2007, Regie: Oliver Parker & Barnaby Thompson
Darsteller: Rupert Everett, Gemma Arterton, Jodie Whittaker, u.a.
Kinostart: 07.08.2008

Weitere Infos: www.diegirlsvonsttrinian.de
© 01. August 2008  WESTZEIT ||| Text: Chrisloew
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