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DIE FUSSBROICHS - Heute

 
(Feez/Sony)
Nach dem Grund gefragt, warum die Kölner Arbeiterfamilie Fussbroich einer Fortsetzung ihrer Familien-Dokumentation nach 13 Jahren zugestimmt hat, erklärt Mutter Annemie: „Der Frank wollte weitermachen.“ Hiermit ist eigentlich schon alles gesagt. Denn in all den 100 Episoden aus den Jahren 1989 bis 2001 gibt es keine Szene, in denen die Eltern Fred und Annemie es ihrem Einzelkind Frank nicht immer recht machen wollten. Selbst über die kriminelle Phase ihres Sohnes resümiert Fred heute, dass er wohl die falschen Freunde gehabt habe. So werden wir auf „Heute“ Zeuge, dass sich bei den Fussbroichs tatsächlich in den letzten 24 Jahren überhaupt nichts verändert hat. Ein Leben in völliger Stagnation. Fest zementierte Gedanken und Einstellungen, die der erhofften Altersweisheit trotzen. Das Alter nagt natürlich unaufhörlich – besonders an Annemie. Und Frank versucht, trotz fortgeschrittenem Alter und ungebremstem Zigarettenkonsum mit seiner Ehefrau Elke ein Kind zu bekommen. Am liebsten ein Mädchen. Das soll sich dann immer chic anziehen und sich seine kleinen Nägelchen lackieren. Hut ab, Mut hat der Frank. So eine Äußerung vor der Kamera hätte sich mancher vielleicht noch mal überlegt…
© 01. Juni 2013  WESTZEIT ||| Text: Dennis Behle
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