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NICK CAVE - Der Tod des Bunny Munro

(Kiepenheuer & Witsch, 320 Seiten, 19,95 Euro)
Es braucht eine gewisse Entspanntheit, in dieses Buch von Nick Cave, dem Häuptling der dunkelsten Seite der Independent Music, einzutauchen. Und eine Menge Luft, die schnell erzählte, auf epischer Fläche aufpolierte Geschichte des fliegenden Händlers Bunny Munro zu verstehen. Von Beginn an, daran läßt Nick Cave keinen Zweifel, zieht sich unausgesprochen der Tod des Bunny Munro durch den Erzählfaden. Doch erst einmal stirbt seine Ehefrau und lässt ihn mit Bunny junior allein zurück. Was normalerweise ein Alptraum im Leben eines Mannes und eines Kindes bedeutet, der Tod der Frau und Mutter in relativ jungen Jahren, das ist bei Nick Cave ein Alptraum, einer der salzigsten Exemplare, ein Horrortrip durch das zerbröselnde Ich, eine Reise in die Dunkelheit. Munro nimmt seinen Jungen kurzerhand mit auf diese Reise, seine letzte, klopft an die Haustüren kauf- und sexwilliger Hausfrauen und dreht ihnen so manches Ding, sein eigenes nämlich, an. Bunny junior vertreibt sich die Wartezeit mit dem Studium einer Enzyklopädie, lernt dabei etwas vom Leben und sieht, wie sein Vater, der große Bunny, Schritt für Schritt und Stadt für Stadt am Leben zerbricht.
© 01. Dezember 2009  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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