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JAZZJANZKURZ - JAZZJANZKURZ

 
JAZZJANZKURZ
Erstaunlich, aber wahr: die letzte "richtige" The Ex-Platte datiert von 2010, danach kamen jede Menge Kollaborationen und Solozeugs, aber als Band treten die holländischen PunkJazzWorldRocker erst jetzt mit "27 Passports"(Ex Rec.) wieder an. Musikalisch vielleicht etwas vorhersehbar (gleichwohl natürlich prima), aber allein das üppige booklet mit allen Texten und vielen Fotos von Andy Moor ist die Sache wert! 3
Richtig experimentell wird’s auch gleich und zwar mit "Playmates"(Sofa) vom Trio MUDDERSTEN aus - logisch! - Norwegen. Guitar/tape-loop - microtonal tuba/electronis - objects, friction, piezo - schon die Besetzung klingt vielversprechend. Vier mal "Private Pleasure" für Menschen, die mit EchtzeitMusik etwas anfangen können und hätten die anderen nicht so viele Vorurteile, entdeckten sie vielleicht auch die Magie dieser Klänge. 4
Georg Wissel firmiert als "Sculptor of compressed air", eine so poetische wie zutreffende Bezeichnung. Nach einer Chile-Tour entstand "Confianza & Geduld"(Berlston), als Improvisation von DELON MAIRA MORALES WISSEL. Nicht nur aus einer präparierten Zither, objects, electronics und tapes, auch aus Flöten und Saxophonen werden unkonventionelle Töne gewonnen. Hier eindrucksvolles Zischen durchs offene Mundstück, dort ein geheimnisvolles Brummen, da ein seltsames Schaben - überall großartige Freie Musik. 4
HAUS ist das Projekt des Vibraphonisten Mathias Haus, der auf der 2CD "Tales Along The Path Of Life: Land Of The Sun / Land Of The Moon"(Jazzsick) aber auch seinen Kollegen an p/keyb-b-dr reichlich Raum für eigene Ideen lässt. Gerade die "dunkle"-Mond-CD bezaubert mit konventionellen, aber sehr facettenreichen Stücken. 3
Auch TIMO VOLLBRECHTs Quintett FLY MAGIC hat in seinen Standard-Jazz einige hochexpressive Ausbrüche eingebaut, die die von zahlreichen Auslandsaufenthalte inspirierten, zuweilen angenehm exotischen sax/cl-git-b-dr-p/synth-Stücke auf "Faces In Places"(Berthold) etwas aus dem Meer an handwerklich sehr guten, musikalisch aber meist etwas langweiligen Platten herausheben. 4
"Inner Voice"(mochermusic) ist eine der jener CDs: technisch perfekt, geprägt von Können und Denken, aber auch sehr "erwachsen", vielleicht sogar etwas gehemmt, lässt CHRISTIAN PABST sein sentimentales Klavierspiel ganz klassisch von b-dr begleiten. 3
Auch MAXIME BENDER unterstreicht mit "Universal Sky"(Cam Jazz), dass er seine Saxophone bestens beherrscht, seine git-B3-dr-sidemen sind genauso virtuos und doch ist das hier etwas spannungsarm. 3
Das können manche Newcomer aufregender: das p-b-dr-Trio von TONY TIXIER folgt mit "Life Of Sensitive Creatures"(Whirlwind) durchaus bekannten Pfaden, entdeckt aber im Bekannten an vielen Stellen Neues. Angenehmer Mainstream, wir merken uns mal den Namen. 4
"Cool Jazz" ist kein falsches Etikett für die "Golden Spheres"(shoebill), in denen SCHMID`S HUHN fliegt. Aber Cool Jazz mit der notwendigen Prise Innovation, denn hier ist sowohl die dr-b-Rhythmusarbeit wie auch die darüber geschichteten Melodien von Saxes und Bassklarinetten alles andere als inspirationsfrei. 4
"Das Suchen nach der eignen Welt"(Floatmusic) wird beim BERTRAM BURKERT QUARTETT vom ideenreichen Gitarrenspiel des Chefs getragen. Begleitet von Altsaxophon-Gott Hayden Chisholm, Bassist Robert Landfermann (u.a. beim Schraum-Akt Emißatett dabei) und dem jungen Trommler Fabian Rösch zaubert Bertram eine sentimentgeladene, aber niemals kitschige Atmosphäre. Drei Stücke werden von Veronika Morschers Gesang veredelt. 4
Auch wenn ANDRÉ KRENGEL gelegentlich doch in das (von mir) gefürchtetet "Gniedeln" verfällt, ist "Beneath The Words"( Bring Me Home) ein recht feines Akustikgitarrenalbum mit dezentem Weltmusik-Einschlag und einigen GastsängerInnen. 3
Mit PETER AUTSCHBACH & RALF ILLENBERGER treten zwei Saitenvirtuosen gemeinsam an, um eine "Zero Gravity"(Timezone)-Erfahrung zu machen. Nicht schlecht, vielleicht etwas schulmeisterlich, für Gitarrenschüler aber auf jeden Fall anspornend. Oder frustrierend. 3
Wir enden mit dem sehr smoothen Spagat zwischen Jazz und Pop, den INDRA RIOS-MOORE auf "Carry My Heart"(Impulse!) vollführt. Wenn die Frau ihre dunkle Samtstimme erhebt, werden Curtis Mayfield und Duke Ellington genauso in auch politische Kontexte gesetzt wie die Isley Brothers und Steely Dan.
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>>>Fear No Jazz>>>
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