(Rune Grammofon/Cargo) Als letzes Jahr „Supersilent 9“ als erstes Album nach dem Ausstieg des Schlagzeugers Jarle Vespestad erschien und das verbleibende Trio sich ausschließlich mit Hammondorgeln beschäftigte, war das Ergebnis gleichermaßen eine Offenbarung und ein Schock. Ich hätte es gut verstanden, wenn nach so einem Werk keine Fortsetzung von Supersilent mehr möglich gewesen wäre. Weit gefehlt. Die Möglichkeiten, die Helge Sten, Ståle Storløkken und Arve Henriksen für ihre Session für „10“ nutzten, sind ebenso einfach wie genial. Denn Storløkken spielt erstmals einen Steinway Flügel. Den elektronischen Impulsen und digitalen Verfremdungen von Sten aka Deathprod und Henriksens Trompete wird dadurch ein akustischer Gegenpart hinzugefügt, der zwar einerseits oft eine klangliche Vertrautheit erzeugt, diese aber sogleich durch den unbedingten Willen zur Weiterentwicklung wieder verwirft und uns mit der Einzigartigkeit des Ergebnisses wieder alleine lässt. **** |