(Verlag Herder GmbH; 160 Seiten; 16,00 Euro)
Glaube, Liebe, Hoffnung sind die Stützpfeiler eines gesunden Lebens. Wer die Dreieinigkeit verinnerlicht, trägt automatisch die Symbole einer gemeinschaftlichen Gesellschaft in sich. Heiner Wilmer wählt seine Worte, seine Bilder gut, um dies verständlich dem Laien wie auch dem Verständigen nahe zu bringen. Nah am Menschen, nah am Geist der Zeit.Gerade in Zeiten der Umwälzung ist es für eine Gesellschaft wichtig, Werkzeuge der Unterstützung in sich zu wähnen, die tragen. Die Frage der Relevanz ebenso, wie die Frage der Virulanz. Was ist relevant, also wichtig und was ist virulant, also dringend? Ist es wichtig zu beten, gerade in unserer „Jetztzeit“, in der wir einer Herausforderung gegenüberstehen, die es so noch nicht gab, oder ist es gar dringend? Also vordergründig? Dieser Frage auf den Grund zu gehen und dabei dem Leben im Allgemeinen zu begegnen, sind relevante Themen. Darüber hinaus sind sie auch virulant. Vordergründig. Vorrangig. Auf die Frage, „Wie geht beten“, antwortete ein Mönch innerhalb einer französischen Reportage mit den Worten: „Es ist für die meisten Menschen unrealistisch, 11/12 Stunden am Tag zu beten, oder in den inneren Dialog mit Gott zu gehen. Jedoch 3 Minuten innere Stille würden Sie hinbekommen.“ Täglich 3 Minuten innere Kontemplation reinigt, stärkt und sorgt für einen getragenen Tag. So gesehen können genau diese 3 Minuten täglich genau das Mittel, die Brücke sein, die durch das Leben tragen, um Unvorhergesehenes zu ertragen. Amen.
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