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OCEANSIZE - 07.11. Prime Club Köln

 
Nachdem sich die Briten mit ihren ersten beiden erfolgreichen Alben “Effloresce” und “Everyone Into Position” ein recht ansehnliches Stammpublikum erspielt haben, war zu vermuten, dass nach Veröffentlichung von “Frames” die Hütte in Köln voll sein wird. Sie war. Sogar proppenvoll. Und jeder einzelne dürfte mit den vielleicht modernsten Prog-Rockern aktuell zufrieden gewesen sein. Atmosphärisch dicht und dramaturgisch sensibel konzipiert, zeigten sich Oceansize auf ihrem letzen Tourabend in Deutschland in bester Spiellaune. Allen voran Fronter Mike Vennart, der zwar nicht unbedingt mit Arroganz sparte, aber auch klar der schräge Blickfang der Band darstellt und sich gleich drei Mal zum Stagediving hinreissen lies. Begonnen hat alles nach einem leicht psychedelischen Intro, das nahtlos in den Frames Albumopener “Commemorative” überleitete und sofort für Gänsehaut sorgte. Die Briten blieben erst einmal schwerpunktmäßig bei aktuellen Songs und mischten nach und nach älteres Material dazu. Dabei fielen hauptsächlich die lauten Kracher wie Meredith oder Catalyst sofort auf. Der Rest vereinte sich sehr harmonisch mit den neuen Stücken und bildete eine nahezu perfekte, akustische Einheit. Das Kölner Publikum bedankte sich bei den Briten, indem es fast jeden Song mitsang und abfeierte. Alles in Allem ist festzuhalten, dass progressive Rockmusik nicht immer langweilige, statische Angebermusik mit endlosem Solipalaverquatsch sein muss. Den besten Beweis bieten Oceansize, die zurzeit wohl alternativste und beste Prog Rock Truppe. Auch live.
© 01. Dezember 2007  WESTZEIT ||| Text: Marco Schardinel
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