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Go-Betweens - 02. 06. 2005

 
Krefeld, Kufa
Gaaaaaaaanz langsam füllte sich die in ihrer nackten Betonatmosphäre ziemlich kalt wirkende Kulturfabrik, kaum jemand schien irgendwie daran zu glauben, an diesem Abend noch Musik in die Ohren zu bekommen. Doch Wunder gibt es immer wieder. Zuerst sang Paul Armfield das überschaubare Publikum in eine selige Gefühlslage, dann fanden auch The Go-Betweens den Weg ins rote Bühnenlicht. Artig reihte das Quartett Robert Forster, Grant McLennan, Adele Pickvance und Glen Thompson erhabene Citysongs ("Streets Of Your Town") und charmante Landlebenlieder ("German Farmhouse") aneinander. Im Tourbus hatte sich Bassistin Adele Pickvance den Rücken verletzt, weshalb sie medikamentös einen Hocker benutzen musste. "Sie ist ein bisschen wackelig" meinte Robert Forster, der in passablem Deutsch dem Publikum erklärte, dass die Kleine am Bass sonst stehend ihr Instrument bedient. Der unaufdringliche Charme der australischen Gruppe mit Dame tauchte die Kufa in eine kammermusikalische Atmosphäre: Musik, die nicht zum zügellosen Jubel taugt sondern das ruhige, ausgeglichene Element alternativen Gitarrenrocks hervorkehrt. "Kennst du den Begriff 'Kaff'? fragte Forster und spielte damit auf seine Jahre in der Nähe von Regensburg an. Einiges vom neuen Album "Oceans Apart" (Tuition/Alive) und Bewährtes vergangener Jahre streichelten Herz, Seele und Bauch. Stadt und Land, Beton und Natur – den Musikern und den Leuten gefiel das offenkundig richtig gut.
© 01. Juli 2005  WESTZEIT ||| Text: Klaus Hübner
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