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WAYNE HUSSEY, ASHTON NYTE - 03.09.2019 Kulturfabrik Krefeld

 
Er ist nur der Supportact, aber The-Awakening-Vordenker Ashton Nyte hat beim Soloabend der Goth-Rock-Veteranen in der rappelvollen Kufa dennoch leichtes Spiel: Trotz Jetlag mischt der aus Südafrika stammende Nyte mit der Erfahrung aus über 25 Karrierejahren zartbesaitet Balladeskes mit muskulös Rockigem, Pathos mit echten Gefühlen und fängt zwischen Highlights wie ´Fault´ oder ´Jennifer´ das Publikum spielend mit augenzwinkernden Ansagen ein, bevor am Ende natürlich auch ´The Dark Romantics´ nicht fehlen darf. The-Mission-Frontmann Wayne Hussey, inzwischen jenseits der 60, präsentiert sich derweil ökonomischer als zuvor. Statt stundenlang Publikumswünsche zu erfüllen, kredenzt der spürbar altersmilde Brite seinen Anhängern am Niederrhein ein zweistündiges Programm, das um die Greatest Hits aus vier Jahrzehnten einen großen Bogen macht. Selbst ´Butterfly On A Wheel´ muss den vielen Raritäten weichen, die bei Bandkonzerten für gewöhnlich keinen Platz finden! Auf Begleitung mag Hussey dennoch nicht verzichten. Häufiger als zuvor bittet er die Mitstreiter kurzerhand per Backing Tracks dazu und kann so oft überhörte Klassiker aus der zweiten Reihe wie ´Heaven Sends You´ oder ´Mesmerized´ ins rechte Licht rücken und mit dem dezent in Richtung Spaghetti-Western-Soundtrack schielenden ´That Tears Shall Drown The Wind´ vom oft gescholtenen 1996er-Album ´Blue´ ein besonderes Ausrufezeichen setzen. Weil am Ende der kurzen Zugabe dann doch noch ´Severina´ steht, gehen kurz nach 23.00 Uhr nicht nur die Puristen, sondern auch die Touristen sehr zufrieden nach Hause.


Weitere Infos: www.themissionuk.com
© 01. Oktober 2019  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld ||| Datenschutz
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