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ALELA DIANE, OLIVIA CHANEY - 17.04.2018 Brotfabrik Frankfurt

 
„Ich war die letzten Jahre daheim mit Kinderkriegen beschäftigt, aber ich bin glücklich, jetzt wieder auf der Bühne zu stehen“, erzählt die amerikanische Folk-Heroine Alela Diane ihrem andächtig lauschenden Publikum in Frankfurt, und die Freude am eigenen Tun kann man ihr auch anmerken. Dramaturgisch perfekt schlägt die grundsympathische Singer/Songwriterin an diesem Abend einen Bogen von ihren frühesten Solowerken (´The Rifle´ und ´Oh My Mama´ spielt sie ganz allein) über die Gänsehaut-Momente ihres Breakthrough-Albums ´To Be Still´ wie ´White Diamonds´ und die Verarbeitung ihrer gescheiterten ersten Ehe (´About Farewell´) bis zu den Highlights ihrer feinen aktuellen LP ´Cusp´ (´Ether And Woods´- was für ein Song!) und der Auseinandersetzung mit ihrer Rolle als Mutter – ´Wild Ceaseless Song´ wurde von ihrer ältesten Tochter Vera inspiriert. An ihrer Seite hat Alela Heather Woods Broderick und Mirabai Peart, die virtuos gleich ein ganzes Orchester ersetzen und fliegend zwischen Konzertflügel, Schlagwerk, Synth-Bass, Cello, Viola, Quer- und Blockflöten hin und her wechseln, als gäbe es nichts Leichteres. Dabei strahlen die drei Musikerinnen oft um die Wette, zu Recht begeistert davon, wie sie die feingliedrigen Arrangements der Platten bis ins letzte Detail genau auf die Bühne bringen. Das Sahnehäubchen ist derweil die Britin Olivia Chaney im Vorprogramm, die allein mit Gitarre oder Klavier und Wahnsinnsstimme traditioneller englischer Folk-Musik (und ´O Solitude´ von Klassikkomponist Henry Purcell!) ganz neue Seiten abgewinnt. Besser geht´s nicht!


Weitere Infos: aleladiane.com
© 01. Mai 2018  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld ||| Datenschutz
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