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COURTNEY MARIE ANDREWS - 15.04.2018 Studio 672 Köln

Courtney Marie Andrews weiß, wie es geht: Bei ihrem famosen Auftritt im Kellerclub des Kölner Stadtgartens findet die 27-jährige US-Singer/Songwriterin gemeinsam mit ihrer gut geölten Landstraßenkapelle genau die richtige Balance zwischen dem geschulten Blick für selbst kleinste Details und einer betont natürlichen, ungezwungenen Lockerheit jenseits eines einengenden Perfektionismus. Wie kaum einer Zweiten derzeit gelingt es Andrews, das menschliche Dasein in einer immer stärker aus den Fugen geratenden Welt in klug beobachteten Momentaufnahmen festzuhalten und mit oft beeindruckender Leidenschaft, deftigem Country-Twang und einem ordentlichen Schuss Soul musikalisch stets glaubhaft umzusetzen. Wie selbstsicher Andrews dabei inzwischen ist, zeigt auch ein Blick auf die präzise ausgelotete Setlist in Köln: Mutig stellst sie einige ihrer besten Songs wie ´Two Cold Nights In Buffalo´ und ´Table For One´ an den Anfang, ohne dass der Spannungsbogen leidet. Solistische Momente wie ´Honest Life´ und ´Rough Around The Edges´ im Mittelteil leiten über zu ´Kindness Of Strangers´, ihrem beeindruckenden Plädoyer für mehr Menschlichkeit und Güte, bevor sie Mat Davidson zurück auf die Bühne bittet, der als Twain auf Weirdo-Folk-Pfaden wandelt und im Vorprogramm einige Mühe hatte, sein offenbar vorhandenes Genie zu bändigen. Zusammen mit ihm und den Musikern ihrer Band singt Andrews ganz am Ende den Little-Feat-Klassiker ´Willin´´, als sei es ihr eigener Song, und klingt dabei wie eine Musikerin, die in jungen Jahren schon viel erlebt hat, aber noch viel mehr vorhat.


Weitere Infos: www.courtneymarieandrews.com
© 01. Mai 2018  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld ||| Datenschutz
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