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EMILY BARKER - 16.02.2018 Zentrum Altenberg Oberhausen

 
Ihr aktuelles Album ´Sweet Kind Of Blue´ mit seiner feinen Melange aus Südstaaten-Soul, Gospel, Jazz und Country ist nun schon fast ein Jahr draußen, aber das Feuer für den betont organischen, facettenreichen Sound zwischen Tradition und Moderne, den sie bei den Aufnahmen der LP in Memphis, Tennessee, eingefangen hat, brennt immer noch hell in Emily Barker. Der Anflug von Routine, mit der die in England heimische Australierin die alten Lieder ihrer Folk-Phase wie ´Little Deaths´ oder den ´Wallander´-Titelsong ´Nostalgia´ bei ihrem Gastspiel im Ruhrgebiet singt, ist wie weggeblasen, als sie sich den neuen Songs zuwendet und ihre britischen Mistreiter den unvergleichlichen Sound von Soulsville, USA, mit ihrem eigenen Background verschmelzen lassen. So huldigt die just mit dem Americana Award als „UK Artist of the Year“ ausgezeichnete Singer/Songwriterin mit ´Sister Goodbye´ der lange vergessenen Blues-Legende Sister Rosetta Tharpe, intoniert deren ´Precious Memories´ mit eindrucksvoller Blues-Stimme allein und a cappella, wird für ´Over My Shoulder´ am Piano ganz leise und emotional, zelebriert ´Hold On´ im Duett mit ihrem Bassisten (und Lebensgefährten) Lukas Drinkwater wie einst Gram und Emmylou und kündigt das sexy-samtweiche ´If We Forget To Dance´ augenzwinkernd, aber treffend als „baby-making music“ an. Anschließend beweist die lange Schlange am Merch-Tisch, wie sehr Barkers Auftritt dem Oberhausener Publikum zu Herzen gegangen ist.


Weitere Infos: www.emilybarker.com
© 01. März 2018  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld ||| Datenschutz
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