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KEVIN MORBY - 03.07.2017 Zoom Frankfurt

 
Bob Dylan, Leonard Cohen und immer wieder The Velvet Underground – natürlich hallen in der Musik von Kevin Morby die ganz großen Lichtgestalten der 60er-Jahre nach, trotzdem klingt unter den Händen des 29-jährigen US-Indierock-Tausendsassas alles brandneu und zeitgeistig. Gemeinsam mit seinen hervorragenden Mitstreitern Cyrus Gengras am Bass, Nick Kinsey am Schlagzeug und der in bester Sterling-Morrison-Manier brillierenden Gitarristin Meg Duffy (die als Hand Habits solo im Vorprogramm mit wunderbar zerbrechlichen Dream-Folk-Nummern und unerwartet humorigen Ansagen bezaubert hatte) vereint Morby in Frankfurt mit oft sagenhafter Lässigkeit und tonnenweise Charisma in seinen betont abwechslungsreichen Songs Dringlichkeit, Intensität und Subtilität in höchster Perfektion. So rührt er mit dem wunderbar reduzierten ´All Of My Life´ das Publikum fast zu Tränen, entfacht beim gespenstisch beginnenden ´Harlem River´ am Ende von atemberaubenden neun Minuten einen Orkan Crazy Horse´schen-Ausmaßes und setzt mit der von den Terroranschlägen von Paris inspirierten Solonummer ´Beautiful Strangers´ ein eindringliches Zeichen für Liebe und Verständnis, bevor er sich bei der Zugabe mit dem unwiderstehlichen Sturmlauf ´Dorothy´ laut und wüst verabschiedet. Spätestens da steht fest: Einen aufregenderen, ja, fesselnderen Live-Act als Kevin Morby muss man derzeit lange suchen!


Weitere Infos: kevinmorby.com
© 01. August 2018  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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