interviews
kunst
artexpo
cartoon
konserven
liesmich.txt
filmriss
dvd
vorlesungs-
verzeichnis

cruiser
agenda
live reviews
stripshow
lottofoon
kontakt
DESPERATE JOURNALIST - 12.04.2017 Blue Shell, Köln

 
Desperate Journalist sind eine Band wie keine zweite im Moment, und das, obwohl sie sich wie so viele andere derzeit die Helden der Post-Punk-Ära der frühen 80er zum Vorbild nehmen. Bei ihrem mitreißenden Konzert in Köln kommuniziert das Londoner Quartett auch ohne große Worte zwischen den Liedern allein durch seine Songs mit dem Publikum und vereint so die poetisch-intimen Texten ihrer Sängerin Jo Bevan und die Wucht ihrer Liveshows. Der leidenschaftlichen Performance der aufregend-virtuosen Frontfrau mit dem um den Hals gelegten Mikrokabel gehört alle Aufmerksamkeit, doch es sind erst die effektbeladenen Klangwände von Rob Hardy an der The Smiths-zitierenden Rickenbacker-Gitarre und Simon Drowner am Bass, die zusammen mit Caz Helberts New-Order-Drumming die grüblerisch-dunklen Texte Bevans richtig zum Leben erwecken. Gemeinsam tun die vier Briten das, was viele ähnlich inspirierte Bands beim Spiel mit Versatzstücken aus New Wave, Brit-Pop und Gothic-Düsternis oft vergessen, und stopfen besonders in die Lieder ihres neuen Albums ´Grow Up´ so viel Musikalität und Melodie wie nur irgend möglich. Dynamisch und abwechslungsreich sind ihre Songs deshalb, mal wild und aufbrausend, dann wieder hymnisch und unverhohlen poppig und bei der Zugabe einmal sogar richtig herzergreifend balladesk. All das macht aus Desperate Journalist eine Shoegaze-Band, die selbst Shoegaze-Hasser lieben dürfen. Bald schon ganz groß, wetten?


Weitere Infos: desperatejournalist.co.uk
© 01. Mai 2017  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
Live-Reviews

Links

suche