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CHRIS BROKAW - 18.02.2017 Sounds Venlo

 
Chris Brokaw hat derzeit viel zu bewältigen – und er tut es mit seiner Musik. In Venlo eröffnet der amerikanische Tausendsassa, der einst bei Codeine und Come seine Karriere startete, sein nachmittägliches Plattenladenkonzert mit drei Instrumentals, die all die Markenzeichen tragen, die seine wortlosen Lieder der Vergangenheit ausgezeichnet haben, sich aber langsam, ja fast zaghaft, als Coverversionen aus seinem kommendem Album ´The Hand That Wrote The Letter´ entpuppen, auf dem er den verstorbenen Helden Prince und David Bowie Tribut zollt. In Venlo schließen sich deshalb ´The Man Who Sold The World´ und ´Letter To Hermione´ an ´I Would Die 4 U´ an. Bei den sanften Instrumental-Covers, bei denen sich die Melodien fast beiläufig herausschälen, bleibt es nicht. ´BF James´ kommt selbst in der Unplugged-Version mit punkiger Wucht daher und erzählt in weniger als einer Minute die Geschichte eines New Yorker Delinquenten, während ´Chalk It Up´ ein Uptempo-Song zwischen Folk und New Wave ist, in dem Brokaw seine privaten Schwierigkeiten der letzten Monate thematisiert. Mit der Martha´s Vineyard Ferries-Nummer ´She´s A Fucking Angel´ und dem bereits von Evan Dando gecoverten ´My Idea´ sind auch zwei seiner eingängigsten Popsongs im Programm. Die Stromgitarre, mit der Brokaw bei anderen Konzerten auch noch seine biestige Seite präsentiert hat, bleibt in Venlo im Koffer, trotzdem stellt er einmal mehr spielend unter Beweis, welch ein universeller, formvollendeter Musiker er ist.


Weitere Infos: www.chrisbrokaw.com
© 02. April 2017  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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