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BRETT NEWSKI - 03.09.2016 Domhan Wuppertal

 
Brett Newski ist einer der letzten echten Troubadoure, ein DIY-Musiker und Nomade, der nur mit seiner Akustikgitarre (und seinem treuen Tourmanager und Mädchen für alles, „Danimal“) für Dutzende, nein, Hunderte von Konzerten jedes Jahr quer durch die Welt tourt und dabei so viele ´Crusty Adventures´ erlebt, dass ihm weder der Stoff für seinen Video-Blog gleichen Namens noch für neue Songs ausgeht. Auch wenn wuchtige Punk-Nummern mit viel Wut im Bauch á la ´Garage´ immer noch sein Steckenpferd sind – bei seinem Kneipenauftritt in Wuppertal unterstreicht Newski durchaus auch seine Wandlungsfähigkeit, wenn er sich mit Nummern wie ´Strangers´ oder ´Life Upside Down´ erfolgreich auf klassisches Folkie-Singer/Songwriter-Terrain vorwagt, mit ´Move To Berlin´ das unwirkliche Leben in der deutschen Hauptstadt auf die Schippe nimmt oder bei ´DIY´ mit einem launigen Kazoo-Solo davon ablenkt, dass der Song eigentlich von seiner schlimmsten Show überhaupt, vor drei Leuten in St. Louis, handelt. Mit ´California Burritos´ gibt es dann sogar noch ein Lied seines Kumpels und Idols Chuck Ragan zu hören. Mindestens genauso wichtig wie die Songs ist Newski aber auch der Kontakt zum Publikum. Am Ende ist wohl niemand im Saal, den er vor seinem Auftritt oder in der Pause zwischen seinen beiden Sets nicht persönlich begrüßt und in ein kurzes Gespräch verwickelt hat. Als das Konzert nach fast zwei Stunden Nettospielzeit zu Ende geht, machen sich deshalb nicht einfach Zuschauer auf den Weg nach Hause, sondern Newskis neue Freunde.


Weitere Infos: brettnewski.com
© 01. Oktober 2016  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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