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TOM LIWA MIT FLOWERPORNOES - 25.02.2016 Steinbruch Duisburg

 
Ungefähr zur Hälfte des Tourneeabschlusskonzerts in seiner langjährigen Heimatstadt verliert Tom Liwa bei einer wirklich fantastisch-ausufernden Version von ´Kuya´ kurz den Faden: „Ich bin von mir selbst geflasht und orientierungslos“, sagt er anschließend augenzwinkernd, doch seine Band fängt ihn wieder auf. Drei Monate nach dem vorsichtigen Abtasten beim Tourauftakt im Essener Grend beweist die Band im Steinbruch ein beeindruckendes blindes Verständnis, wenn es darum geht, die ausgezeichneten Lieder des aktuellen Albums ´Umsonst & draußen´ mit kleinen Drehungen und Wendungen in neue Richtungen zu lenken und trotzdem nicht vom Weg abzukommen. Selbst beim Jammen verlieren Liwa, Markus Steinbach am Bass, Giuseppe Mautone am Schlagzeug und Birgit Quentmeier an den Tasten nie die Songs aus den Augen. So werden selbst aus solistischen Banjo-Stücken des neuen Albums wie ´Hayonedop´ auf der Bühne echte, bisweilen fast schon psychedelisch angehauchte Bandnummern mit Stromgitarre, und auch die wenigen Rückgriffe auf Liwas Solo-Oeuvre wie ´Für die linke Spur zu langsam´ oder ´Stunde des Zweifels´ werden effektiv dem aktuellen Sound des Quartetts angepasst. Für einige Songs kommt sogar der frühere Bröselmaschinist Willi Kissmer mit auf die Bühne und fügt dem willkommenen Rock´n´Roll-Feeling der Band eine filigrane Note hinzu. Weil trotz der Konzentration auf die Musik gerade aber auch noch viel Platz für Klamauk ist, bleibt am Ende nur das eigentlich Undenkbare zu konstatieren: Nach 30 Jahren sind die Flowerpornoes heute tatsächlich besser als je zuvor.


Weitere Infos: www.tomliwa.de
© 01. April 2016  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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