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PELZIG - 29.01.2016 Grend Essen

 
Unbeirrbare Fackelträger des lärmigen 90er-Jahre-Post-Rock oder doch Relikt längst vergangener Zeiten? Das Tourabschlusskonzert von Pelzig im Essener Grend zeigt, dass die Band aus Ingolstadt und München irgendwie beides ist. Mit einer auf das neue Album ´Medium Cool World´ konzentrierten Setlist erinnern Christian Schulmeyer, Rainer Schaller, Rene Arbeithuber und Christian Schaller an diesem Samstagabend energisch-wuchtig daran, was dem Indierock in den letzten Jahren fehlt, allerdings erreichen sie damit nur ein kleines Häufchen längst Konvertierter, die ebenso wie die Musiker dem Renteneintrittsalter näher sind als dem Abitur. Glücklicherweise lässt sich das Quartett davon nicht verunsichern. „Wir sind Pelzig, und heute Abend haben wir wirklich für fast jeden von euch einen Song dabei“, begrüßt Sänger Schulmeyer augenzwinkernd das Publikum, um dann mit den Seinen ein oft herrlich altmodisches, aber genau deshalb doch wieder zeitgemäßes Indierock-Feuerwerk mit bisweilen geradezu apokalyptischen Untertönen abzubrennen. Dass an diesem Abend all diejenigen zu Hause geblieben sind, die sonst bei Pelzigs Seelenverwandten The Notwist, Mogwai, Editors oder Placebo für volle Hallen sorgen, ist trotzdem nicht besonders verwunderlich. Anders als ihre Schwesterband Slut sind die vier Bajuwaren nicht nur einfallsreich und intensiv, sondern eben auch kantig und anachronistisch. So erreicht man Kultstatus, aber keine Bekanntheit.


Weitere Infos: www.facebook.com/pelzigmusic
© 01. März 2016  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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