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RYAN LEE CROSBY - 04.10.2015 Sprachtherapeutische Praxis Juchems/Berg Düsseldorf

 
Ryan Lee Crosby an diesem Sonntagnachmittag bei Kaffee und Kuchen in den Räumen einer Sprachtherapeutischen Praxis in Düsseldorf auf – die Initiative Lama-Musik mit ihrem Blick für besondere Locations macht´s möglich! Doch der Auftrittsort ist nicht das einzig Besondere: Obwohl der 1930er-Jahre-Blues das Faible des Amerikaners ist, ziehen die üblichen Klischees vom Altherrengenre der Südstaaten hier gar nicht: Crosby ist jung, lebt in Boston, sieht aus wie aus dem Ei gepellt, und unter seinen Fingern klingen selbst Coverversionen von fast 100 Jahre alten Liedern wie Songs aus der Jetztzeit. Weil im bunt gemischten Publikum die Blues-Aficionados in der Unterzahl sind, gibt es auch noch Nachhilfe in Südstaatenmusik. Da erzählt Crosby – fast ohne Blickkontakt zum Publikum und dennoch nicht ohne Charme – vor seiner rasanten Slide-Version des ´Traveling Riverside Blues´ die tragische Geschichte des Robert Johnson, der angeblich einst dem Teufel seine Seele verkaufte und daraufhin zwar zum Star, aber auch mit nur 27 ermordet wurde, doziert vor dem ´Special Rider Blues´ über Skip James, einen der modernen Urväter des Genres, und erklärt ausgiebig die Verbindung zwischen seinem eigenen ´Winter Hill Blues´ und dem neuen Johnny-Depp-Streifen ´Black Mass´. Auch sein ´Institution Blues´ (samt frenetisch mitgestampftem Beat) reißt mit und unterstreicht: Der Blues kennt kein Verfallsdatum.


Weitere Infos: www.ryanleecrosby.com
© 01. November 2015  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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