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GALLON DRUNK - 07.06.2014 King Georg Köln

 
Vor drei Monaten begeisterten Gallon Drunk mit einem elektrisierenden Gastspiel in der Krefelder Kulturrampe, doch auch ihr "Warmspielen" für das Beverunger Orange Blossom Festival Anfang Juni in Köln ist umwerfend. Auf ihrer ausgezeichneten aktuellen LP "The Soul Of The Hour" mögen James Johnston und die Seinen bewusst die über viele Jahre prägenden Blues-Anwandlungen gegen wabernden Psych-Rock eingetauscht haben, live aber klingen die britischen Veteranen immer noch herrlich wild und ungeschliffen, und ihr Frontmann gibt auch weiterhin den singenden, schreienden und brüllenden Rock´n´Roll-Madman auf den Spuren von Jim Morrison und Iggy Pop. Mangels Bühne im King Georg mit dem Publikum auf Augenhöhe lehnt er sich ein ums andere Mal an das Publikum in der ersten Reihe an und hängt am Ende sogar einem Zuschauer kurzzeitig seine Gitarre um, während er am Boden kauernd an den Effektgeräten schraubt. Seine Mitstreiter, der brillante Drummer Ian White, Bassist Leo Kurunis und der vom Saxofon an die Orgel "verbannte" Terry Edwards halten derweil mit geradezu stoischer Ruhe die Songs zusammen, bevor am Ende mit dem auf knapp 15 Minuten ausgewalzten Groove-Monster "The Speed Of Fear" doch noch alle Dämme brechen. Genau so muss Live-Musik sein: ungestüm, unberechenbar – und natürlich höllisch laut.


Weitere Infos: www.gallondrunk.com
© 01. Juli 2014  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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