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SUEDE - 18.11. Huxleys Berlin

 
Wenn man sich mit Suede beschäftigt, der vergisst leicht, dass das „Suede“ betitelte Debütalbum bereits aus dem Jahr 1992 datiert. Zu häufig hört man die Musik (etwa „Saturday Night“). Zu zeitlos ist sie. Und genau deshalb nicht einzuordnen. Als Suede nahezu in Originalbesetzung (Bernhard Butler ist nicht dabei) in Berlin die Bühne entern, da gibt Frontmann Brett Anderson den Schmachtenden, den Flehenden, den Superemotionalen, den lustvollen Schmerzensmann, den leidenschaftlichen Dramatiker und immer den grandiosen Sänger. Einfach eine Rampensau mit Hang zum Theatralischen. Er singt keine Lieder - er lebt sie auf de Bühne. Die Liedauswahl ist wirklich spannend, weil Suede mit einer Ballade beginnen, die zudem vom gewiss nicht allseits bekannten neuen Album „Bloodlines“ stammt. Wer sonst kann sich so was leisten? Natürlich wird auch den Klassikern gehuldigt und so stehen auf der Setlist neben „Beautiful Ones“, „Can't Get Enough“, „She's In Fashion“ oder „Filmstar“ auch „Down.“ Ab Lied vier („Trash“) singt und bebt der Saal. Brett Anderson kann sich seines Publikum sicher sein, so sicher, dass er sich singend ins Publikum drängen kann und auch wild Hände schüttelt. Bei aller Emotionalität wahrt er stets die Contenance und trifft selbst bei vollem Körpereinsatz jeden Ton.
Text + Photo: Franz X.A. Zipperer
© 01. Februar 2014  WESTZEIT
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