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ANNA VON HAUSSWOLFF - 30.9. Gebäude 9, Köln

 
Das zum Teil in einer schwedischen Kirche aufgenommene zweite Album der Schwedin mit dem passenden Titel „Ceremony“ ist mit Sicherheit das wohl schaurig-schönste Album des Jahres – mindestens dieses Jahres!
Die dunkle, mystische Atmosphäre, die sie in den Songs vor allem mit Hilfe der imposanten Kirchenorgel und ihrer sternenklaren Stimme kreiert, sucht ihresgleichen und ist imstande, jeden in den Bann zu ziehen, der sich nicht sogleich abwendet.
Live trat man mit zwei sehr prägnant und messerscharf spielenden E-Gitarristen, einem vollkommen im Sound versunkenen jenseits des Normalen agierenden Schlagzeuger, einem Mann für die Synthesizer-Sounds sowie der Protagonistin an der elektrischen Orgel in Erscheinung. Im Hintergrund liefen Visuals mit repetitiven Themen, von denen der Vollmond natürlich der Hauptbestandteil war.
Der Sound, denn die Musiker auf der Bühne entfachten war schlichtweg wuchtig und dabei glücklicherweise gut abgemischt – ganz egal ob es sich um das monumentale „Deathbed“ oder das akustische „Harmonica“ handelte. So versank man alsbald vollkommen in diesem wechselnden Reigen aus hoffnungsloser Finsterkeit und grenzenloser Erleuchtung. Und hätte von Hausswolff die Pausen zwischen den Stücken nicht manchmal zu charmanten Danksagungen, Erklärungen und einer erfreulich ausführlichen Bandvorstellung genutzt, wäre man wohl vollends in der Traumwelt gelandet.

Weitere Infos: http://www.annavonhausswolff.com
© 01. November 2013  WESTZEIT ||| Text: Marco Pawert
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