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COME - 18.05.2013 Hafen 2 Offenbach

 
Die mit punkiger Wucht gespielten, im elektrischen Blues verwurzelten Indierock-Songs von Come waren bereits in den 90ern nicht zuletzt wegen der markerschütternden, authentisch gequält klingenden rauen Stimme von Thalia Zedek beispiellos. Mehr als 20 Jahre nach der Veröffentlichung des jüngst neu auflegten Debüts "Eleven:Eleven" hat sich daran nichts geändert. In Offenbach verzichtet das in Originalbesetzung wiedervereinte Bostoner Quartett auf große Ansagen, eine erhellende Lightshow und andere Tricks und begeistert 75 Minuten lang allein mit der atemberaubenden Intensität seiner düsteren Songs. Die rund zwei Jahrzehnte lange Pause merkt man den Amerikanern nur in Nuancen an – auch ohne Soundcheck brillieren sie am zweiten Abend ihrer Reunion-Tour mit blindem Verständnis. Dass Chris Brokaw und Thalia Zedek die Worte "Love" bzw. "Hate" auf ihre Gitarren geklebt haben, ist mehr als ein Gag: Wie Yin und Yang vereint sich ihr stürmischer Sound bei dramatisch-komplexen Gitarrenduellen, während Arthur Johnson am Schlagzeug und Sean O´Brien am Bass mit geradezu stoischer Gelassenheit für niederschmetternden Druck sorgen. Mal klingt die Band, als zögen sich bedrohliche Gewitterwolken über ihr zusammen, mal hat man das Gefühl, der Leibhaftige persönlich ist den Musikern auf den Fersen. Eine Katharsis in Tönen, die das leider recht überschaubare Publikum aufgewühlt und überwältigt, aber hellauf begeistert zurücklässt.


Weitere Infos: www.facebook.com/ComeElevenEleven
© 01. Juli 2013  WESTZEIT ||| Text: Carsten WOhlfeld
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