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SIMON JOYNER & GHOSTS - 11.04. King Georg Köln

 
So müssen sich die Menschen gefühlt haben, die 1968 The Velvet Underground in dunklen Kaschemmen in New York, Boston oder Cleveland gesehen haben! Mit einem fünfköpfigen Drone-Folk-Orchester im Rücken sorgte Simon Joyner aus Omaha, Nebraska, bei seinem Gastspiel im King Georg für einen sagenhaft dichten Noise-Schleier. Pedal-Steel, Viola und Keyboard ließen dabei neben Gitarren, Bass und Mini-Standschlagzeug bei dissonanten Düster-Balladen wie "Answering Machine Blues" von der aktuellen LP "Ghosts" oder alten Großtaten wie dem schon von Bright Eyes gecoverten "Joy Division" raue Feedback-Wellen durch den dunklen Raum schwappen, bis nach einer Stunde die Curfew dem ohrenbetäubenden Spektakel ein Ende machte. Das i-Tüpfelchen war allerdings, dass Joyner danach spontan noch einmal zur Gitarre griff und solo, oft auf Zuruf und mit herrlich spröden Charme für sein gebannt lauschendes Publikum ein halbes Dutzend Raritäten aus 20 Jahren Underground-Schattendasein spielte. Die begeisterten Zuschauer durften danach mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, gerade Amerikas wohl besten unbekannten Singer/Songwriter gesehen zu haben.


Weitere Infos: www.simonjoyner.net
© 01. Mai 2013  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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