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KRISTOF SCHREUF, JULIAN GERHARD - 19.11.2010 Grend Essen

Jeder könne ein Künstler sein, behauptet Kristof Schreuf bei seinem beeindruckenden Soloauftritt in Essen – doch so vortrefflich Anspruch und Entertainment vereinen wie er, das können dennoch nur die wenigsten. Die scharfzüngige Kantigkeit, mit der er vor rund 20 Jahren als Kopf der Kolossalen Jugend die Hamburger Schule auf den Weg brachte und später bei Brüllen begeisterte, wird inzwischen von der verspielten Lässigkeit überlagert, die ihn auf seinem ersten Alleingang "Bourgeois With Guitar" Textversatzstücke alter Klassiker von The Who, AC/DC oder gar Donna Summer mit neuen Melodien verschmelzen ließ. Rufe nach seinen Frühwerken verhallen im Grend deshalb unerhört. Als ihn allerdings einige zu spät Eingetroffene bei der Zugabe bitten, die ersten drei Songs des neuen Albums, die auch das Konzert eröffnet hatten, noch einmal zu spielen, erfüllt er diesen Wunsch sofort! Zu den Songs der aktuellen Platte gesellen sich weitere Neuinterpretationen (darunter "Industrie-Mädchen" von S.Y.P.H.), einige alte und neue, noch unveröffentlichte Brüllen-Nummern und viele pointierte Monologe und amüsante Schlagabtausche mit dem Publikum, die nicht immer frei von Koketterie sind. Voll des Lobes ist Schreuf auch für Supportact Julian Gerhard, der sich mit seinen dunkel gefärbten deutschsprachigen Folksongs auf ähnlichem Terrain wie Gisbert zu Knyphausen tummelt und nicht zufällig auf dessen Omaha-Label veröffentlicht.


Weitere Infos: http://www.buback.de/kuenstler/kristof-schreuf/index.php
© 01. Dezember 2010  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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