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DROPKICK MURPHYS + SICK OF IT ALL - 02.02.2010 Arena, Berlin

 

02.02.2010 Arena, Berlin
Welch angenehmes Line-Up! In der hangarähnlichen Hallenkonstruktion der Arena in Berlin wurden Claas und ich Zeuge von den Live-Qualitäten meiner Hardcore-Helden. Sick of it All spielten als Vorgruppe der erfolgsverwöhnten Bostoner Folk-Punker Dropkick Murphys. Aber genug von irischem gute Laune-Kram. Bei SOIA gab es erst einmal mächtig auf die Fresse. Neben neuen Songs ihres im April erscheinenden Albums „Based On A True Story”, lieferten die New Yorker natürlich noch altbekannte Floor-Feger, wie Built to Last, oder aber den „Wall of Death“-Klassiker „Scratch the Surface“. Gitarrist Pete Koller wirbelte über die Bühne, dass einem schwindelig wurde und Bruder Lou shoutete so brutal, dass einem das Hirn weich wurde. Live, wie auch auf Platte, sind die vier einfach nur Bombe.
Explosiv wurde es bei den Dropkick Murphys danach leider nicht. Die Stimmung war trotzdem gut, die Band auch. Besonders positiv fiel auf, dass Sänger Al sein Bühnenpathos deutlich zurückgefahren hat: keine Griffe mehr ans Herz und deutlich weniger Faustgeschüttel gen Hallendach als bei den letzten Gastspielen. Ansonsten gab es keine Überraschungen, und das war enttäuschend. Kein neuer Song, kein noch nie gespielter alter Song, noch nicht einmal ein neuer Coversong. Und das, obwohl die Band demnächst ein Live-Album plus DVD veröffentlichen will. Routiniert, abgeklärt und ein bisschen zu professionell sind die Konzerte der Dropkicks mittlerweile. Wie sich die Zeiten ändern zeigte der Song „Skinhead On The MBTA.“. Wo früher nur Kurzhaarige auf die Bühne geholt wurden, stürmte an diesem Abend als erster ein Metaller die Stage.
Text: Claas Weinmann + Christian Grospitz / Foto: Christian Grospitz
© 01. März 2010  WESTZEIT
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