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MOBY - 23.06. Heimathafen Neukölln, Berlin

 

Ein Moby-Konzert in Berlin, wenige Tage vor der Veröffentlichung des neuen Albums. Das Konzert wurde unter dem Banner von „Wait For Me“ angekündigt. Keine Tour zur neuen Platte, nur dieser eine Gig in Deutschland. Ansonsten – wie zu dieser Jahreszeit üblich – nur Auftritte auf Festivals. Zudem ist der Heimathafen im Saalbau Neukölln gar nicht Mobys Kragenweite. Er könnte locker größere Venues füllen, wollte er dieses Mal aber wohl nicht. Um sein neues Werk zu präsentieren, mochte er es gerne ein bisschen kuscheliger haben. Im traditionsreichen Saalbau konnte Moby mal wieder auf Tuchfühlung mit seinem Publikum gehen. Wobei Berlin für Moby sowieso eine besondere Stadt ist. Denn als er 1990 das erste Mal die USA verließ, geschah das auf Einladung von Westbam zur Loveparade. ‚Besonders‘ war eine Vokabel, die bestimmt in vielen Köpfen der Konzertbesucher präsent war. Moby präsentierte sich sehr einfach, geradezu bescheiden. Keine Möglichkeit, T-Shirts, CDs oder sonst irgendeinen Merchandise zu kaufen, keine Poster an jeder freien Stelle. Nur ein angestaubtes 20er-Jahre Ambiente und ein Künstler, der auf eine Stippvisite vorbeigeschaut war. Besonders auch der Anteil an weiblichen Musikern in Mobys aktueller Tourband. Zwei Geigerinnen (und ein Cellist), eine Keyboarderin, eine Bassistin und eine Sängerin. Alle zusammengehalten von einem unermüdlich auf der Bühne arbeitenden Herrn Hall. Wenn er nicht den Platz am Mikro einnahm – was er tatsächlich nicht oft tat – so agierte er an der Gitarre gleichsam als Musiker und Zeremonienmeister. Einen Tag später beschrieb er das Konzert in seinem Journal als „ausgesprochen eklektisch“.
© 01. August 2009  WESTZEIT ||| Text: Dennis Behle
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