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ANNA BURCH - 10.09.2018 King Georg Köln

 
„Dies ist einer der coolsten Säle, in denen ich je aufgetreten bin“, ruft Anna Burch ihrem Publikum im gut gefüllten King Georg zu, doch nicht nur deshalb erobert die zuvor bei Frontier Ruckus und den Failed Flowers aktive Amerikanerin an diesem Montagabend die Herzen vieler Zuschauer im Sturm. Etwas rauer und mit spürbar mehr Verve und Lautstärke als auf ihrem diesjährigen Solodebüt ´Quit The Curse´ katapultiert sie den Twee-Pop vergangener Zeiten sagenhaft gelassen und mit einem hinreißenden Dauerlächeln („Das ist eine Krankheit“, erzählt sie uns nach der Show – und lächelt…) in die Gegenwart. Das unkomplizierte Sounddesign – zwei Stromgitarren, Bass und Schlagzeug – ergänzt sie derweil mit unmittelbar-autobiografischen Texten zwischen Euphorie und Melancholie, bei denen ein Lied über Dates mit ihrem Drogendealer schon mal ironiefrei ´Asking 4 A Friend´ heißen darf. Außerdem thematisiert sie augenzwinkernd ihren mehrwöchigen Berlin-Aufenthalt diesen Sommer („Meinem Deutsch hat´s nicht geholfen, aber all meine Haare habe ich dort gelassen“, sagt sie mit Blick auf ihre neue Frisur. „War also trotzdem eine prägende Erfahrung!“) und findet trotz drohender Curfew die Zeit, neben ihren heimlichen Superhits wie dem herrlich selbstbewussten Ohrwurm ´2 Cool 2 Care´ oder dem ambitioniert-verträumten Vintage-Juwel ´With You Every Day´ auch noch eine verheißungsvolle neue Nummer solo zu spielen. Dabei lässt sie ihre klassischen und trotzdem gerne auch mal komplexen Indiepop-Lieder stets so entzückend klingen, als seien die 90er nie zu Ende gegangen.


Weitere Infos: wwww.annaburchmusic.com
© 01. Oktober 2018  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld ||| Datenschutz
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