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TOUCH ME NOT - Verleih: Alamode

 
Die rumänische Regisseurin Adina Pintilie schaffte mit Ihrem Debütfilm das, wovon viele träumen: bei der Abreise den Berlinale-Bären in Gold im Gepäck und einen bleibenden Eindruck bei Presse und Publikum hinterlassen zu haben. Bei dem experimentellen Dokumentarfilm geht es um Intimität und Sexualität, wobei aber nicht „Sex Sells“ der Aufhänger ist, sondern die Konfrontation mit dem ureigenen Bedürfnis, geliebt und begehrt zu werden, in einer Zeit in der „#metoo“, „body positivity vs body shaming“, „YouPorn“ und „Tinder“ das Bewusstsein darüber was eine „gesunde Sexualität“ ausmacht um ein ganzes Stück erweitert und die Notwendigkeit des Auslotens der eigenen Bedürfnisse ins Zentrum gerückt haben. Daher geht Pintilie auf Konfrontationskurs, aber nicht wie es Gaspar Noe in Love (2015) angeht, wo das Publikum mit einem überlebensgroßen Phallus und dem Produkt ungeschützten Geschlechtsverkehrs konfrontiert wird, sondern im „geschützten Raum“ einer Therapie, wobei die Regisseurin selbst mehrmals vor die Kamera tritt und entweder auf Fragen ihrer Protagonist*innen sichtlich gerührt antwortet, oder von eigenen Erfahrungen und Unzulänglichkeiten berichtet.
Laura ist 50 Jahre alt und kämpft gegen ihre Asexualität an. Sie trifft sich mit verschiedenen Personen, um Intimität zu erforschen, Berührungen zuzulassen und gleichzeitig ihrer aufgestauten Wut ein Ventil zu geben. Tómas und Christian nehmen an der Berührungstherapie im Krankenhaus teil. Als Tandem, um mit gegenseitigen Berührungen ihre Körper und Intimität verstehen zu lernen. Tómas verlor im Alter von 13 Jahren seine Haare. Seine Gefühle diesbezüglich hat er lange Zeit unterdrückt. Mit Hilfe des schwerbehinderten Christian wird er sich im Laufe der Therapie dieses Umstands bewusst. Tómas beginnt seine frühere Geliebte Irmena zu verfolgen. Er folgt ihr zweimal in einen Sex-Club, wo sich die Besucher zum Teil SM-Spielen hingeben. Zu den Besuchern zählen auch Hanna, Christian und Grit. Laura beginnt Tómas ebenfalls zu verfolgen...
RU/DE/CZ/BU/FR 2018, Regie: Adina Pintilie
ProtagonistInnen: Laura Benson, Thomas Lemarquis, Christian Bayerlein u.a.
Kinostart: 01.11.2018
© 01. November 2018  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris ||| Datenschutz
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