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THE MAN WHO KILLED DON QUIXOTE - Concorde Filmverleih

 
„Was lange währt, wird endlich gut“ heißt es bei Ovid und oft stimmt das auch. Dass das Sprichwort nicht immer zutrifft, weiß jeder, der schon mal versucht hat Nudeln zu Kochen. Terry Gilliam hat nach einer Sisyphusarbeit von 30 Jahren einen Punkt hinter sein Lebensprojekt gesetzt, welches mit seinen 133 Minuten Laufzeit hinsichtlich seiner Komplexität und Dichte eher kurz geraten ist. Was etwas verstörend wirkt, ist der Strudel an Ideen, Bildern und Referenzen, der derart vollgepfropft daher kommt, dass er sich zu Teilen unbemerkt in den Orbit verabschiedet. In Anbetracht der Ankunft des Projektes – um den gegen Windmühlen kämpfenden Don Quixote und seines treuen Knappen Sancho Panza – im 21. Jahrhundert, hätte die Präsentation des Materials in Serienform oder als Film-Trilogie (nach dem Vorbild von Peter Jackson) ein sinnvoller Gedanke sein können. Aber als Meister des filmischen LSD-Trips wird er sich schon seinen Teil dabei gedacht haben. Ein goldenes Händchen hat er auf jeden Fall bei der Auswahl seiner Protagonisten bewiesen, gerade bei Jonathan Pryce, der sich Outfit-technisch nach seiner Rolle als "High Sparrow" bei 'Game of Thrones' nahtlos in das Setting von Miguel de Cervantes Literaturvorlage einbringt. Aber auch Adam Driver changiert gekonnt zwischen der Persona des überheblichen Regisseurs und der des überforderten Knappen. Selbstverständlich sorgt er praktischerweise für eine fast schon zu gefällige Pointierung der reichlichen Star-Wars-Referenzen.
Im Mittelpunkt der Erzählung steht Werbefilmer Toby (Adam Driver), der dem Dorf einen Besuch abstattet, in dem er in jungen Jahren die Geschichte des Don Quixote verfilmte. Dort stößt er früh auf ungewöhnliche Vorkommnisse, gerade um den Schuhmacher (Jonathan Price), der damals den spanischen Ritter verkörperte. Schnell stellt sich heraus, dass der mittlerweile in die Jahre gekommene Laienschauspieler in seiner Rolle verhaftet bleibt und somit für reichlich Trubel in der Dorfgemeinschaft sorgt. Während ihn Toby zunächst ungläubig belächelt, steckt er schon bald knietief in Schwierigkeiten, während ihn „Don Quixote“ als ungebildeten Bauern kurzerhand zum niederen Dasein als „Sancho Panza“ verdammt...
ES/FR/BE/PT 2018, Regie: Terry Gilliam
Darsteller: Adam Driver, Jonathan Pryce, Olga Kurylenko u.a.
Kinostart: 27.09.2018

Weitere Infos: www.donquixote-film.de
© 01. Oktober 2018  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris (Eleni Giannakoudi) ||| Datenschutz
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