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DAS LÖWENMÄDCHEN - nfp

 
Enthaaren: top oder flop? Die gesellschaftlichen Konventionen variieren und können jederzeit durch neue Trends verändert werden. Was selten glückt ist die Normalisierung des Extremen. Somit gibt es auch in Sachen Behaarung von Menschenkörpern Ausnahmeerscheinungen, deren Akzeptanz nur als Kuriositäten möglich scheint. Von so einem Fall handelt die Literaturverfilmung DAS LÖWENMÄDCHEN nach dem gleichnamigen Bestseller von Erik Fosnes Hansen. Eva, die Protagonistin der Erzählung, ist seit ihrer Geburt im Jahre 1912 gleich zweifach gestraft und gleichsam „schuldig“: nicht nur stirbt ihre Mutter bei der Entbindung, was ihren Vater, den Stationsvorsteher Arctander (Rolf Lassgård), gebrochen und verbittert zurücklässt, auch kommt sie übermäßig behaart auf die Welt. Während ihr Vater überfordert beschließt das Problem auszusitzen und Eva von der Außenwelt abschottet, entwickelt sich das „Löwenmädchen“ zu einem jungen Frau, in der liebevollen Obhut ihres Kindermädchens. Die Hoffnung Arctanders, der übermäßige Haarwuchs würde mit der Zeit zurückgehen, erweist sich als nichtig, so dass Vater und Tochter den Schritt in die Gesellschaft wagen, was nicht wirklich zur Normalisierung beiträgt. Überhaupt ist das Leben in der Provinz kein Ort, um mit diesem Umstand klar zu kommen. Jeder Chance auf Heilung oder Besserung der Umstände wird wahrgenommen. So kommt es, dass Eva – nunmehr in der Pubertät – in einer Kurklinik auf Mrs. Grjothornet (Connie Nielsen) trifft, die ihr freundlich gegenüber tritt und sie in die Geheimnisse von Schönheit und Liebe einweiht. Eva ist bereit ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Als das „menschliche Kuriositätenkabinet“ des Johannes Joachim (Burhart Klaußner) in ihrem Dorf gastiert und um sie wirbt, nutzt sie die Gelegenheit...
Vibeke Idsøe schafft mit ihrer natürlichen Herangehensweise an die Geschichte Nähe und Identifikation mit den Figuren zu schaffen und vermeidet dabei geschickt die sich anbietenden Fettnäpfchen.
USA 2017, Regie: Vibeke Idsøe
Darsteller: Rolf Lassgård, Ken Duken, Burghart Klaußner, Connie Nielsen u.a.
Kinostart: 14.09.2017

Weitere Infos: www.dasloewenmaedchen-der film.de
© 01. September 2017  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
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