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GAZA SURF CLUB - farbfilm

 
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Diese Weisheit lässt sich auf viele Bereiche des Seins anwenden und ist mal mehr und mal weniger zielführend. So weiß der aufmerksame Cineast spätestens seit Rose und Jake und ihrem tragisch-hoffnungsvollen Sprung aus der sinkenden Titanik, dass ein Stück Holz ausreichend sein kann, um zu Überleben, doch wäre das entscheidende Quäntchen mehr in manchen Lebenslagen einfach wünschenswerter. So geht es auch den Mitgliedern des designierten GAZA SURF QLUB, einer Gruppe junger Surf-Enthusiasten im besetzen Gaza-Streifen, die nicht untätig auf das große Los warten wollen, sondern ihm entschlossen entgegen gehen. So erzählt Abu Jayab, der 42-jährige Surflehrer, der das Beste verkörpert, was der Begriff des „Profis“ vor Ort zu bieten hat, von den Anfängen der „Surf-Welle“ in der Gegend vor 25 Jahren, als die Jugendlichen noch auf Holzbrettern – etwa von Schränken und Tischen – surften. Während sich der Zustand mittlerweile geändert hat und einige richtige Surfbretter nach Gaza eingeführt werden konnten, ist die Lage trotzdem weiterhin kritisch und die Einführung und Kultivierung westlicher Güter und Weltanschauungen strikt verboten.
Während die Freizeitsportler sich trotz aller Widrigkeiten Zeit für Ihre Leidenschaft nehmen, müssen die muslimischen Frauen sich auch hier früher oder später – auch trotz vorhandenem Talent – den gesellschaftlichen Konventionen beugen. Die Filmemacher fokussieren in ihrer Doku auf den 23-jährigen Protagonisten Ibrahim, der seinen Traum vom Praktikum in Hawaii trotz mehrerer gescheiterter Versuche nicht aufgibt, um später einen echten Club in Gaza eröffnen zu können und eigenständig Surfbretter bauen zu können, die den internationalen Standards entsprechen.
Auf den Spuren von RAVING IRAN hat GAZA SURF CLUB alles was es braucht, um die geneigten Zuschauer in seinen Bann zu ziehen: atmosphärisch farbreduzierte Bilder, einen mitreißenden Soundtrack und begeisternde Protagonisten, deren Liebe und Hingabe jederzeit authentisch wirkt und richtiggehend spürbar wird.
DE 2016, Regie: Philip Gnadt, Mickey Yamine
Protagonisten: Sabah Abu Ghanem, Mohammed Abu Jayab, Ibrahim Arafat u.a.
Kinostart: 30.03.2017

Weitere Infos: www.facebook.com/GazaSurfClubFilm
© 01. März 2017  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
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