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DER EID - Alamonde

 
Der angesehene Herzchirurg Finnur (Baltasar Kormákur) führt ein entspanntes Familienleben in Reykjavík, wäre da nicht seine spät-pubertierende Tochter Anna (Hera Hilmar) , die obwohl bereits volljährig, sich nicht von schädlichen Einflüssen in ihrer Umgebung lösen zu können meint. Seit sie mit ihrem Freund Ottar (Gísli Örn Gardarsson) zusammenwohnt scheint ihr ihr Leben zu entgleiten, was Finnur mit zunehmender Beunruhigung registriert. Als Anna dann im Rausch und verspätet die Beerdigung ihres Großvaters betritt wird es ihrem Vater zu viel. Sein Versuch die Kontrolle über Annas Leben und Einsicht in die zwielichtigen Beziehungen von Ottar zu erhalten, stößt zunehmend auf Ablehnung durch das junge Paar, aber auch von der zu Hilfe gerufenen Polizei, die aufgrund der Volljährigkeit Annas keinen Handlungsspielraum sieht. Finnur verliert mit der Zeit das Maß und verfängt sich in Situationen die seinen Eid als Mediziner und seine hochgehaltene Rechtmäßigkeit untergraben...
In der klaustrophobisch kühlen Landschaft seiner Heimat plaziert Kormákur die Handlung seines Psycho-Thrillers, wobei Island selbst als einziger Verbündeter für den Protagonisten herzuhalten scheint, während sein Umfeld sich allmählich von ihm distanziert. Dem Regisseur und Hauptdarsteller ist ein eindringliches Portait eines Mannes gelungen, der im Angesicht vor Kontrollverlust bereit ist alles zu riskieren wofür er einst gestanden ist. Nach langjähriger Abwesenheit in Hollywood, kehrt Baltasar Kormákur (Regisseur von „101 Reykjavik“, „Everest“ und „The Deep“) zur rechten Zeit zurück nach Island. Auch als Hauptdarsteller macht Kormákur trotz achtjähriger Abwesenheit von der Schauspielerei eine gute Figur. Mit seiner sparsamen Mimetik verleiht er seiner Rolle eine glaubwürdige Erhabenheit.
IS 2016, Regie: Baltasar Kormákur
Darsteller: Baltasar Kormákur, Hera Hilmar, Gísli Örn Gardarsson
Kinostart: 09.02.2017

Weitere Infos: www.dereid-derfilm.de
© 01. Februar 2017  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
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