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WER IST ODA JAUNE? - Real Fiction

 
Oda Jaune? Ja, der Name kommt einem bekannt vor, aber woher? Und wie wird er überhaupt ausgesprochen? Die Google-Suche bietet unter anderem 'Oda Jaune Immendorf' als Suchoption an und so langsam dämmert es: klar, die Witwe Immendorfs, des großen Malers und Professors der Kunstakademie Düsseldorf , der 2007 seiner langjährigen Nervenenerkrankung zum Opfer fiel. Oda Jaune war nicht nur die Mutter seiner Tochter, sondern auch seine Meisterschülerin. Und den Namen 'Oda Jaune' erhielt sie auch von ihm, denn ihr eigener wurde schon von ihrer Schwester genutzt und mit 'Immendorf' sei kein Vorankommen möglich gewesen. So weit dazu.
Wer ist sie also? Und vor allem wo? Nach dem Tod Immendorfs zog Oda Jaune nach Paris und mietete dort ein zentrales Atelier an. Vertreten wird sie durch den Galeristen Daniel Templon. In dem vorliegenden Portrait wird von der KHM-Absolventin Kamilla Pfeffer der Versuch unternommen die fehlenden Puzzleteile der Geschichte zu finden, um sie den hinreichend bekannte Teilen zuzufügen. Die Künstlerin ist jedoch zunächst nicht interessiert an einem Film über sich und braucht eine Weile um Vertrauen zu schöpfen. Als sie zustimmt nennt sie eine Bedingung: Sie will nicht wieder als Witwe porträtiert werden und braucht ihre Freiräume. Das ist auch gut so, denn so wird die Möglichkeit geboten ohne viel Text einen Einblick in das faszinierend verstörende Werk der Deutsch-Bulgarin zu erhalten. Sie malt bevorzugt organische Formen, deformierte Körper, sexualisierte Gebilde in Fleischfarben gehalten, vornehmlich Ölbilder, aber auch Aquarelle. In einem – manchmal abstrus erscheinenden – Frage-Antwort-Spiel, das an den Fragekatalog von Malcel Proust angelegt ist, gibt die Künstlerin scheinbar widerwillig Auskunft über wichtige Fragen des Lebens, wobei Oda Jaune nur selten ihre Rolle als gut erzogene Kindfrau aufgibt, während der Elefant im Raum unweigerlich ein Hindernis darstellt.
DE 2016, Regie: Kamilla Pfeffer
Protagonisten: Oda Jaune, Lars Eidinger, Jonathan Meese u.a.
Kinostart: 28.04.2016

Weitere Infos: www.realfictionfilme.de/
© 16. Juni 2001  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
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