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A LONG WAY DOWN - DCM

Nach ‚About a Boy‘, ‚High Fidelity‘ und ‚Fever Pitch‘ kommt mit ‚A Long Way Down‘ eine weitere Bestsellerverfilmung Nick Hornbys ins Kino. Diesmal mit der Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen vier Londoner Nachtgestalten.
An Silvester geben sich potentielle Selbstmörder auf Londoner Hochhäusern die Türklinke in die Hand. Anders lässt sich nicht erklären, dass sich schon beim kurzen Innehalten Martins (Pierce Brosnan) vor seinem vermeidlichen Sprung – zu dem er sicherheitshalber eine Leiter mitbrachte, um ja über die hinderliche Sicherheitsabsperrung zu gelangen – bereits drei weitere Kandidaten auf dem favorisierten Dach eingefunden haben. Alleine springt es sich bekanntlich besser, so dass Martin mit Maureen (Toni Collette), JJ (Aaron Paul) und Jess (Imogen Poots) erst mal ins Gespräch kommt. Dabei wird fast schon vergessen, weswegen sie eigentlich dort sind. Jeder begibt sich wieder auf seinen eigenen Weg, doch kurz danach werden sie durch die Intimität ihres gemeinsam Erlebten wieder zusammengeführt. Zwischen dem gefallenen TV-Star, der alleinerziehenden Mutter eines querschnittsgelähmten Sohnes, dem als Pizzaboten jobbenden Jungmusiker und der rebellierenden Politikertochter kommt es zu einem Pakt: Niemand bringt sich um… zumindest bis zum Valentinstag. Danach wird die Option Tod neu verhandelt. Die Gruppe trennt sich, doch durch einen Hinweis an die Regenbogenpresse wird ihre Geschichte zum Politikum. Wie werden die vier labilen Persönlichkeiten damit umgehen?
Wieder mal erweist sich Hornby als der Therapeut einer ganzen Generation – mit sicherem Einfühlungsvermögen, aber nicht ohne eine gewaltige Dosis an britischem Humor. Pascal Chaumeil hat diesen Geist in der filmischen Umsetzung gut eingefangen und mit der Umformatierung des Stoffs in Kapitel eine sinnige Erzählform gefunden. Besonders gelungen ist auch die Besetzung mit Toni Collette, die bereits in ‚About a Boy‘ einen Beweis ihrer unglaublichen Wandelbarkeit darlegte. Die junge Fraktion, mit Aaron Paul (bekannt aus der US-Serie ‚Breaking Bad‘) und gerade Imogen Poots, bleibt unvergesslich. Einziger echter Kritikpunkt: Brosnan hätte aus Martin ein paar mehr Ecken rausholen können.
US 2013, Regie: Pascal Chaumeil
Darsteller: Pierce Brosnan, Toni Collette, Aaron Paul, Imogen Poots u.a.
Kinostart: 03.04.2014

Weitere Infos: www.alongwaydown.de
© 14. April 2001  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
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