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HUSTON - farbfilm

 
Ulrich Tukur (‚Exit Marrakech‘, ‚Das Weisse Band‘, ‚Das Leben der Anderen‘) spielt gefühlt in jedem zweiten deutschen Film mit, was trotzdem für ihn spricht, denn wenige können sich ähnlich gut in den unterschiedlichsten Rollen einfühlen und entsprechend überzeugen. Daher ist es nicht weiter verwunderlich, dass Tukur in wirklich jeder Szene von Bastian Günthers Nachfolgefilm seines Debüts ‚Autopiloten‘ vorkommt. ‚Huston‘ steht wie die titelgebende Stadt für die Entwicklung der „New Economy“ in Amerika: Als Sitz großer Energiekonzerne erscheint sie entmenschlicht und verwandelt in ein Transit-Gefäß ohne eigentliche Daseinsberechtigung. In dieselbe Richtung bewegt sich der Alkoholsüchtige Headhunter Clemens Trunschka (Ulrich Tukur), der für seinen Arbeitgeber – einem deutschen Automobilkonzern – den amerikanischen CEO vom Huston Petrol, Steve Ringer, abwerben soll.
Was zunächst wie ein Routinejob wirkt, entwickelt sich für Trunschka zu einer Odysee, denn Ringer entzieht sich seinen Terminwünschen. Da sich das Thema aus Deutschland nicht regeln lässt, fährt Trunschka nach Huston, um seine Chancen vor Ort zu maximieren. Im Hotel, in dem es sich einquartiert trifft er auf den amerikanischen Geschäftsmann Robert Wagner (Garret Dillahunt), der fast schon penetrant um seine ‚Freundschaft‘ buhlt…
Bastian Günther ist ein ruhiger, jedoch in seiner Stille beeindruckender Film über die Paranoia der heutigen Finanzwelt gelungen. In seinen genauen Beobachtungen von Orten und Menschen erinnert er stark an Christoph Hochhäuslers ‚Unter dir die Stadt‘.
US 2013, Regie: Bastian Günther
Darsteller: Ulrich Tukur, Garret Dillahunt u.a.
Kinostart: 21.11.2013

Weitere Infos: www.farbfilm-verleih.de/filme/houston.html
© 13. November 2001  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
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