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FILL THE VOID - NFP

 
Wann immer westliche Medien Einblicke in die Welt ultraorthodoxer Juden, sogenannter Chassidim, ermöglichen, richtet sich deren Fokus häufiger auf ihre männlichen Vertreter. Daher ist nur wenig bekannt über die Gebräuche und Lebenswege von Frauen in diesen streng patriarchal geführten Gemeinschaften, in denen religiöse und familiäre Werte über den persönlichen Interessen und Wünschen der einzelnen Mitlieder stehen. Mit FILL THE VOID eröffnet Regisseurin Rama Burshtein den Weg zu einer differenzierten Wahrnehmungsweise.
Im Zentrum der Geschichte steht die 18jährige Shira (Hadas Yaron), die nach den traditionellen Regeln bald mit einem, von ihren Eltern favorisierten, jungen Mann vermählt werden soll. Da sie mit der elterlichen Wahl einverstanden ist, sieht sie guter Dinge in eine glückliche Zukunft. Ihr Schicksal scheint es jedoch anders mit ihr zu meinen, als am Purimfest ihre schwangere Schwester stirbt, während der Säugling gerade so überlebt. In tiefer Trauer versucht die Gemeinschaft auf den Vorfall angemessen zu reagieren und übersieht dabei fast Shiras ureigene Wünsche…
Mit häufigen thematischen und visuellen Bezügen auf Jane Austens Romanen und deren Verfilmungen, schickt Burshtein ihre Hauptfigur auf eine intime Reise durch ihre Gefühlswelt - mit einem äußerst überraschenden Ausgang. Das Ergebnis ist ein ruhiger und stimmungsvoller Film, der - nach einer kurzen Eingewöhnungsphase - sein Publikum zu fesseln versteht.
IL 2012, Regie: Rama Burshtein
Darsteller: Hadas Yaron, Yiftach Klein, Irit Sheleg u.a.
Kinostart: 11.07.2013

Weitere Infos: www.nfp.de
© 13. Juli 2001  WESTZEIT ||| Text: ellen_paris
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